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Austria Börsenbrief
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Das Drehbuch an der Wall Street scheint zunächst unverändert zu bleiben

08.01.2020 | Austria Börsenbrief Nr. 02/2020

Zum Jahresauftakt stiegen die Kurse an der Wall Street zunächst kräftig. Aus unserer Sicht war am ersten Handelstag sogar so etwas wie Gier zu spüren. Gleich am zweiten Handelstag gab es dann aber wieder einen Dämpfer. Die Sorge vor einem eskalierenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgte erneut für Risikoaversion und einen spürbaren Kursrücksetzer.

Damit sind für uns einige Dinge klar: Die Kurse am US-Aktienmarkt wollen nach oben, sofern ihnen keine negativen Nachrichten aus dem Umfeld in die Quere kommen. Genau diese gibt es aber nach wie vor. Das wiederum verhindert schädliche Gier und könnte am Ende dazu führen, dass sich die Notierungen, wie im Grunde genommen schon seit März 2009 weiter an einer Wand der Angst entlang nach oben schrauben. Das heißt, eventuell ändert sich am bisherigen Drehbuch auch 2020 nichts.

Natürlich geht diese Rechnung aber nur auf, falls es nicht zu einem „echten“ Krieg zwischen den USA und dem Iran kommt. Wobei die diesbezüglichen Risiken angesichts der Angriffe der Iraner auf US-Ziele im Irak am Dienstag wieder etwas weiter gestiegen sind. Wir machen uns außerdem auch gewisse Sorgen um die US-Konjunktur, zumindest um die Industrie. Denn der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe erreichte im Dezember den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise. Darüber hinaus fielen Teile des Berichts düster aus, wie es die Volkswirte bei Nordea Markets formulierten.

 Wir wären deshalb schon froh, wenn sich in 2020 in den USA nur eine Wachstumsverlangsamung einstellt und die Konjunktur nicht noch stärker einbricht. Das Gute daran ist aber, wenn man so will, dass die Fed geldpolitisch weiter Gas geben dürfte. Und wenn die Liquidität üppig bleibt, dann ist das solange vermutlich gut für die Kursentwicklung, wie nicht wieder generelle Systemzweifel aufkommen.

Fazit: Wir bleiben für die Wall Street zunächst konstruktiv gestimmt, schauen bei einigen Risiken im Umfeld aber sehr genau hin.

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