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Austria Börsenbrief
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US-Aktien sind dabei, das 12. Jahr in Folge eine Outperformance zu erzielen

08.09.2021 | Austria Börsenbrief Nr. 35/2021

Die Wall Street ist weiter auf Rekordkurs und US-Aktien sind laut Julius Bär auf dem besten Weg, das 12. Jahr in Folge besser abzuschneiden als Aktien der übrigen Industrieländer. Wie die Schweizer Privatbank dazu ausführt, ging diese starke Performance mit einer überragenden Gewinnwachstumsdynamik in den USA einher. Da sich die wirtschaftliche Dynamik in der zweiten Jahreshälfte 2021 von den USA auf Europa verlagere, das seine Volkswirtschaften weiter öffne, könnte man sich aus Anlegersicht fragen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, in europäische Aktien zu investieren.

Die Analysten von Julius Bär raten davon aber ab. Denn erstens seien europäische Aktien weniger von der lokalen Wirtschaftslage als von der globalen Wachstumsdynamik abhängig, und diese schwäche sich weiter ab. Der Stoxx 600 Index als wichtigste Benchmark der Eurozone sei einer der am stärksten international ausgerichteten Indizes: Rund 43% der Erträge seiner Komponenten werden in Europa erwirtschaftet, während Nordamerika (23%) den zweitgrößten Anteil ausmacht, gefolgt von Asien-Pazifik (19%) und den Schwellenländern (14%).

Zweitens sind laut Julius Bär europäische Aktien in zyklischen Sektoren wie Industrie, Grundstoffen und zyklischen Konsumgütern übergewichtet, die sich in der Phase der Konjunkturabschwächung tendenziell unterdurchschnittlich entwickeln. Und drittens würden europäische Aktien auf sektorbereinigter Basis mit dem langfristigen historischen Durchschnittsabschlag von 16% gegenüber US-Aktien gehandelt.

Langfristig gesehen sei das potenzielle Wirtschaftswachstum in Europa geringer als in den USA, und europäische Aktien seien weniger stark in innovativen, schnell wachsenden Unternehmen engagiert als US-Aktien. So wiesen beispielsweise nur 12% der Unternehmen im Stoxx 600 ein Umsatzwachstum von 10% oder mehr auf, während diese Zahl im S&P 500 fast dreimal so hoch sei (32%). In Anbetracht der oben genannten Gründe zieht man bei Julius Bär weiterhin US-Aktien gegenüber Aktien der Eurozone vor. Als Trendfolger sind wir geneigt, das so lange ähnlich zu beurteilen, wie uns die Eroberung einer nachhaltigen relativen Stärke europäischer gegenüber US-Aktien nicht zu einem Umdenken zwingt.

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