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Austria Börsenbrief
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Anleger sollten Risiken wie Immobilienblase und Chipmangel im Auge behalten

08.09.2021 | Austria Börsenbrief Nr. 35/2021

Bereits seit Jahren wird von einigen Experten vor dem Platzen der chinesischen Immobilienblase gewarnt. Zuletzt kochte dieses Thema wieder auf. Hintergrund: Der chinesische Immobilienkonzern China Evergrande warnte vor Liquiditäts- und Ausfallrisiken. Die Anleihen des Unternehmens sind steil abgestürzt. Die Probleme der Firma beginnen jetzt auf Branchennachbarn überzuspringen. China Evergrande wird bereits als „chinesische Lehman“ bezeichnet. Die auch in Deutschland gehandelte Anleihe (ISIN XS1627599654) notierte zuletzt nur noch um 27%. Derartige Probleme tauchen immer wieder einmal auf. Doch in Phasen einer ausgeuferten globalen Schuldenblase verdienen derartige Entwicklungen besondere Beachtung. Bereits die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie schnell Entwicklungen im fernen China in einer global stark vernetzten Welt schnell auch auf den Rest der Welt übergreifen können.

Chipmangel als weiteres Risikofeld

Ein weiteres Risikofeld stellen die Versorgungsengpässe dar. Volkswagen richtet sich auf eine mögliche längere Lieferkrise bei Mikrochips ein. Das Fehlen größerer Mengen von Elektronik-Bauteilen dürfte nach jetziger Einschätzung wohl nicht so rasch vorbei sein. Dies sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch am Rande der Automesse IAA Mobility. Pötsch befürchtet Auswirkungen bis ins erste Halbjahr 2022 – vielleicht auch noch weitergehender. Welche Auswirkungen dies haben kann, wurde zuletzt bei einer Gewinnwarnung der SMA Solar Technology AG deutlich. Der Solarstromspezialist senkte seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2021 aufgrund der „die gesamte Elektronik-Industrie treffenden Unterversorgung mit elektronischen Bauteilen“, was den Aktienkurs kräftig abrutschen ließ. Fazit: Der Aufwärtstrend des DAX, der ab dem 20. September um die Neuzugänge Puma, Sartorius, Airbus, Zalando, Siemens Healthineers, HelloFresh, Porsche, Brenntag, Qiagen und Symrise erweitert wird, ist intakt und die monetäre Unterstützung der Notenbanken ist weiterhin gigantisch. Somit sollte der Aufwärtstrend noch anhalten. Doch wie oben aufgezeigt, gibt es durchaus Risiken, die zwischenzeitlich für Gegenwind sorgen könnten.

Anleger sollten somit gut in Aktien investiert sein, jedoch keine übermäßigen Risiken eingehen.

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