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OMV: Iran-Krieg sorgt für schwachen Jahresauftakt

15.04.2026 | Austria Börsenbrief Nr. 15/2026

OMV litt im ersten Quartal 2026 unter den Auswirkungen des Iran-Krieges, obwohl der durchschnittlich realisierte Rohölpreis auf 73,8 Dollar je Barrel kletterte. Die durchschnittliche Fördermenge sank auf 288.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (boe/d). Zudem rechnet der Konzern wegen unterbrochener Rohölströme mit einmaligen Absicherungsverlusten von rund 100 Mio. Euro. Im Fördergeschäft (Energy) blieb die Erdgasförderung mit 125.000 boe/d stabil, während die Rohöl- und NGL-Produktion auf 163.000 boe/d zurückging.

Zudem belasten weitere Faktoren das operative Ergebnis im Fuels-Segment im Vergleich zum Schlussquartal 2025 mit rund 150 Mio. Euro. Dies ist in erster Linie auf niedrigere Margen im Endkundengeschäft sowie geplante Stillstände in europäischen Raffinerien zurückzuführen. Zudem rechnet das Unternehmen mit einem massiven Anstieg des Net Working Capitals um rund 1 Mrd. Euro infolge gestiegener Lagerbestände und Forderungen.

Im Chemiegeschäft erholte sich die Auslastung der Steamcracker in Europa deutlich von 72 % im Vorquartal auf 91 %. Die Gründung von Borouge International führt im Auftaktquartal zu einer Kapitalzuführung von 1,5 Mrd. Euro an das neue Unternehmen und wird den Verschuldungsgrad des OMV-Konzerns temporär erhöhen. Barclays hat die Gewinnschätzungen für die Aktien der OMV nach Vorlage des jüngsten Trading Updates angepasst.

Die Einstufung wurde auf „Untergewichten“ und das Kursziel bei 52,00 Euro belassen, wobei die Prognose für das operative Ergebnis des ersten Quartals um rund 14 % gesenkt wurde. Dies wird primär mit Absicherungsverlusten sowie geringeren Margen im Groß- und Einzelhandel begründet. Für das Jahr 2026 wird ein Gewinn je Aktie von 6,72 Euro prognostiziert, gefolgt von 6,33 Euro für 2027 und 6,46 Euro für 2028. Die Dividendenschätzungen liegen bei 3,93 Euro für 2026 sowie bei 4,69 Euro und 4,77 Euro für die beiden Folgejahre. Unsere Einschätzung: Die Zahlen sind tatsächlich klar schwächer als erwartet ausgefallen. Doch dies ist auch durch Sondereffekte bedingt und selbst auf Basis der gesenkten Barclays-Prognose liegt das KGV im einstelligen Bereich.

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