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BAM geschäftlich solide unterwegs und beim Kurs nicht ausgereizt

12.05.2026 | Der Internationale Nr. 10/2026

Unser Mitfavorit BAM Groep hat im bisherigen Jahresverlauf eine insgesamt positive, wenn auch etwas schwankungsanfällige Entwicklung gezeigt. Gegenüber dem Empfehlungskurs in Ausgabe 26/25 stehen bislang moderate Gewinne zu Buche. Ein besseres Abschneiden dürfte der Iran-Krieg verhindert haben. Da die Bauwirtschaft extrem energieintensiv ist (Stahl- und Zementherstellung, Logistik), verteuert der Konflikt die Vorprodukte, weil er inflationstreibend wirkt. BAM steuert hier jedoch mit festen Preisvereinbarungen und kürzeren Angebotsfristen dagegen. Im jüngst veröffentlichten Erstquartalsbericht hieß es aber auch, dass man von erhöhten Verteidigungsausgaben profitiert. So baut das Unternehmen aktuell beispielsweise eine Triebwerks- Testanlage für das niederländische Verteidigungsministerium am Luftwaffenstützpunkt Eindhoven. Geopolitische Unsicherheit führt also zu mehr staatlichen Aufträgen im Infrastruktur- und Militärbereich.

Das Megathema Künstliche Intelligenz wird von den Niederländern nicht als „Hype-Thema” zur Kurssteigerung genutzt, sondern zur Margenverbesserung. So werden KI-Tools genutzt, um historische Projektdaten zu analysieren und Fehler in der Kalkulation von Großprojekten zu vermeiden. Dies ist der Hauptgrund, warum die „Problemprojekte”, die früher den Kurs belasteten, seltener werden. In Kombination mit KI ermöglicht zudem BIM (Building Information Modeling) eine präzisere Planung und Ressourcenschonung. Das spart Materialkosten – ein entscheidender Faktor bei den aktuell hohen Preisen.

Analysten sehen im Schnitt von 2025 bis 2029 den Gewinn je Aktie von 0,81 Euro auf 1,16 Euro steigen. Um diese Vorgabe zu erreichen, muss auch Technologie wie KI helfen. Bei dem vom Konsens für 2026 prognostizierten Ergebnis je Aktie von 0,92 Euro scheint BAM auf einem guten Weg zu sein. Denn gemeldet wurde, dass sowohl der Umsatz als auch das bereinigte EBITDA im Vergleich zum ersten Quartal 2025 gestiegen sind. Der Auftragsbestand blieb stabil bei etwa 13,0 Mrd. Euro. Dass BAM trotz selektiver Projektauswahl (Vermeidung von Hochrisiko-Projekten) dieses Niveau hält, werten Analysten als Zeichen für eine starke Marktposition – insbesondere in den Bereichen Wohnungsbau und Infrastruktur.

Im ersten Quartal wurde die Übernahme des Projektentwicklers Gebroeders Blokland abgeschlossen. Damit hat BAM seine Pipeline für den niederländischen Wohnungsbau auf rund 30.000 Wohnungen ausgebaut. Da in den Niederlanden akuter Wohnungsmangel herrscht, ist das für Investoren ein wichtiges Versprechen für zukünftiges Wachstum. Die Eigenkapitalquote hat sich weiter verbessert, was die finanzielle Stabilität (und damit die Sicherheit der Dividende) untermauert. Vorstandschef Ruud Joosten hat das Ziel für das Gesamtjahr 2026 bekräftigt. BAM erwartet ein weiteres Wachstum beim Umsatz und beim bereinigten EBITDA.

Das liest sich konstruktiv und wenn die Gesellschaft Kurs halten kann, was ein Erreichen der Analystenerwartungen angeht, dann stufen wir die Aktien weiterhin als aussichtsreich ein. Dafür spricht ein geschätztes KGV von 10,4 für 2026 und ein Multiplikator, der sich basierend auf den Schätzungen für 2029 sogar auf nur noch 8,3 ermäßigt. 

Ein KGV von 10 oder darunter ist selbst für ein zyklisches Bauunternehmen wie BAM historisch gesehen moderat bis günstig. Zu berücksichtigen ist, dass an diesem Montag die von 0,25 Euro auf 0,30 Euro erhöhte Dividende vom Kurs abgeschlagen wurde. Analysten sehen übrigens im Schnitt die Ausschüttung bis 2029 stetig bis auf 0,50 Euro je Aktie steigen.

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