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Gute Geschäftsaussichten machen Fischzüchter wie Tassal für Anleger interessant

03.05.2022 | Der Internationale Nr. 09/2022

Auf Inflation bzw. steigende Preise trifft man, wenn man sich mit dem Lachsmarkt beschäftigt. So ist der Nasdaq-Lachspreisindex in den vergangenen zwölf Wochen um 56,56% gestiegen. Verantwortlich dafür ist ein preistreibendes Angebots-Nachfrage- Verhältnis. Ewig dürften die Notierungen zwar nicht so hoch bleiben wie aktuell, die Absatzaussichten für Lachs, aber auch für andere Meeresfrüchte sind nicht nur aus unserer Sicht, sondern auch aus der Perspektive von Marktforschern, als gut einzustufen. Bereits jetzt kommt das den Aktien von Fischzüchtern zugute. Dieser Trend hilft derzeit auch den Anteilsscheinen der Tassal Group (ISIN: AU000000TGR4 – 3,76 Austral-Dollar, 2,52 Euro). Der Kurs ist hier in diesem Jahr gestiegen, während die Weltbörsen im Minus notieren. Hinter dem Namen steckt nach eigenen Aussagen der größte vertikal integrierte Lachsund Garnelenzüchter und Verarbeiter von Lachs, Garnelen und Meeresfrüchten in Australien. Man produziert, verarbeitet und vermarktet Lachs- und Meeresfrüchteprodukte sowohl für den australischen Inlands- als auch für den Exportmarkt. Tassal züchtet Atlantiklachs in den kühlen, frischen Gewässern Tasmaniens und bezieht und verarbeitet über sein Unternehmen De Costi Seafood eine breite Palette von Meeresfrüchten aus Australien und Übersee.

Das Unternehmen erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 einen operativen Cashflow von 86,99 Mio. US-Dollar (plus 110,2%) und einen freien Cashflow von 58,83 Mio. US-Dollar (plus 137,3%). Der Vorstand sieht die Gesellschaft gut positioniert, um die Cashflows weiter zu steigern und die Renditen zu optimieren. Mit einer nachhaltigen jährlichen Ernte von rund 40.000 Tonnen aus den bestehenden Meerespachtverträgen verfüge man über Größenvorteile und benötige keine zusätzlichen Finanzmittel mehr für das Wachstum, heißt es weiter. Der Schwerpunkt liege nun auf gezielten Initiativen in den Bereichen Preis, Absatzmix, Kostenoptimierung, Markenaufbau und Produktinnovation, um etwaige Kostensteigerungen in der Lieferkette auszugleichen und künftige Erträge zu steigern.

In Sachen Smartfarming (moderner Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Landwirtschaft) hat Tassal sowohl in der Lachs- als auch in der Garnelenzucht in großem Maßstab Technologien eingeführt, die ein integriertes Futter-, Tierschutz- und Umweltmanagement ermöglichen. Echtzeitdaten im Teich, visuelle und sensorische Informationen über das Verhalten der Tiere, Klima- und Umweltüberwachung in Verbindung mit künstlicher Intelligenz und lokalisierten Prognoseinstrumenten tragen dazu bei, die Erträge zu steigern, die Futterverschwendung zu reduzieren und die Umweltbelastung zu verringern. Laut den Verantwortlichen hat etwa konkret bei Garnelen die Kombination aus SmartFarming, verbessertem Futter und Fischzucht die Größe, die Überlebensrate und die Erntebiomasse erhöht.

Die Gesellschaft sucht übrigens auch nach Möglichkeiten, um die Meeresalgenernte zu vermarkten. Zu den Möglichkeiten dabei gehören Düngemittel und Bodenverbesserung, Biokohle zur Kohlenstoffbindung, Tierfutterzusätze sowie Nahrungsmittel und Nutrazeutika.

Analysten sehen den Gewinn je Aktie von 2021/22 bis 2024/25 von 0,16 auf 0,52 Austral-Dollar steigen. Das heißt, auf letztgenannter Basis ergibt sich ein niedriges geschätztes KGV von nur gut 7. Zusammen mit einer erwarteten Dividendenrendite von rund 4% sorgt das für eine moderate Bewertung, die unsere derzeit abseits vom Musterdepot ausgesprochene Kaufempfehlung für diesen Wert untermauert. Die Aktie ist auch in Deutschland handelbar, aber die Umsätze sind hier sehr dünn. Wer das zu vertretbaren Spesen tun kann, ordert an der Heimatbörse in Australien. So oder so sind wie immer Aufträge aber strikt zu limitieren.

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