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Die Aktien von Mitfavorit Jabil befinden sich in Rekordlaune
02.07.2023 | Money Mail Nr. 77/2023In Money Mail-Ausgabe 63-23 hatten wir bei den Aktien von Jabil Inc. (ISIN: US4663131039 – 107,93 Dollar, 99,30 Euro) zum Kauf geraten. Das passierte zu Kursen von 91,57 Dollar bzw. von 85,30 Euro. Das heißt, es ergeben sich nach einer nur kurzen Haltedauer von fünf Wochen bisher immerhin Buchgewinne von 17,9% bzw. von 16,4%. Die Notiz bewegt sich auf einem Rekordhoch, was für einen völlig intakten charttechnischen Aufwärtstrend sorgt.
Kurz nach der Erstbesprechung legte der Auftragshersteller für Elektronikartikel überzeugende Quartalszahlen vor, die auch über den Markterwartungen lagen. Die Zahlen trugen zu einer anhaltend positiven Stimmung rund um diesen Mitfavoriten bei. Und solange die derzeitigen Ergebniserwartungen erfüllt werden, die laut Analystenkonsens von 2022 bis 2025 einen Anstieg beim Gewinn je Aktie von 7,05 Dollar auf 10,12 Dollar vorsehen, könnte sich die Grundstimmung rund um diesen Wert auch weiterhin konstruktiv gestalten.
Das KGV bewegt sich basierend auf den genannten Prognosen jedenfalls in überschaubaren Bahnen und trägt aus unserer Sicht auch bereits der Tatsache rechnen, dass die beackerten Geschäftsbereiche einen recht volatilen und zyklischen Charakter haben, da diese stark von makroökonomischen Trends beeinflusst werden können.
Doch das Unternehmen begegnet dem mit einer breiten Produktionspräsenz, einer guten Wettbewerbspositionierung und anhaltenden Diversifizierungsbemühungen in neuen Branchen. So zielt man mit dem Produktangebit auf wachsende Endmärkte (Mobilität, Industrie und Semi-Cap, Gesundheitswesen und Verpackung, vernetzte Geräte, Auto und Transport sowie 5G Wireless und Cloud) ab.
In unserem Basisszenario sollte Jabil in der Lage sein, vom Re-Shoring-Trend zu profitieren, bei dem Unternehmen daran arbeiten, Risiken in der Lieferkette zu reduzieren und Betriebe rückzuverlagern.
Chancen wittern wir hier übrigens diesbezüglich auch in Indien. Denn in dem aufstrebenden Land verfügt der Elektronikfertigungsdienstleister schon seit etwa 20 Jahren über eine Fertigungspräsenz. Zunächst konzentrierte man sich auf die Fertigung für inländische Kunden in Indien, man verfügt aber inzwischen auch über eine Exportlizenz. Die Herstellung in Indien bietet laut der Bank of America Vorteile wie niedrige direkte Arbeitskosten, eine wettbewerbsfähige manuelle Montage sowie die Möglichkeit, gut ausgebildetes Fertigungs- und Produktentwicklungspersonal anzuziehen.
Das zuvor erwähnte US-Institut geht davon aus, dass Jabil in den nächsten drei bis fünf Jahren sein Produktionsvolumen in Indien steigern wird. Der hauseigene Wettbewerbsvorteil in der indischen Fertigung beruht auf seiner langfristigen Präsenz im Land, der Managementstruktur, die lokale Manager und Vertriebsleiter umfasst (anstatt Expatriates einzusetzen), und guten Beziehungen zur indischen Regierung.
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