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Covid-19 hat den Aktienmärkten letztlich sogar mehr geholfen als geschadet

31.12.2020 | Money Mail Nr. 155/2020

Es mag angesichts der vielen Pandemie-Toten fast schon pervers erscheinen. Aber das Coronavirus hat den Weltbörsen am Ende sogar auf die Sprünge geholfen, auch wenn es zwischenzeitlich nach einer scharfen Börse Mitte März noch recht düster ausgesehen hatte. Am Mittwoch reichte es beispielsweise beim altehrwürdigen Dow Jones Industrial Average zu einem neuen Schlussrekord.

Während an der Wall Street auch am letzten Tag des Jahres noch einmal gehandelt wird, haben viele andere Aktienmärkte das Jahr bereits abgeschlossen. Schon Schicht im Schacht ist etwa an der deutschen Börse. Erstaunlicherweise hat es der Leitindex Dax in Frankfurt kurz vor dem Ultimo noch zu einem neuen Rekordhoch gebracht. Am Ende steht für den Dax in diesem Jahr ein Plus von 3,55% angeschrieben. Der technologielastige TecDax kam gleichzeitig um 6,56% voran, der Mittelstandsindex MDax um 8,77% und der Kleinstwerteindex SDax sogar um 18,01%.

Zur Erinnerung sei erwähnt, dass der Dax ausgehend von einem noch am 19. Februar 2020 aufgestellten Schlussrekordhoch von 13.779,00 Punkten bis zum 18. März auf nur noch 8.441,71 Zähler abgestürzt war, nur um dann am 28. Dezember mit 13.790,29 Punkten eine neue Bestmarke zu setzen. Das war eine Achterbahnfahrt, die kein Anleger jemals vergessen dürfte.

Auch uns als Anlage-Tipp-Geber hat das praktisch abgelaufene Jahr 2020 ehrlich gesagt viel abverlangt. Angesichts der großen Turbulenzen war es jedenfalls nicht immer leicht, einen kühlen Kopf zu bewahren. Wobei es sich insbesondere zum Höhepunkt der CoronavirusBaisse rückblickend als schädlich erwies, dass wir da bei einigen Mitfavoriten ausgestoppt worden, weil sich die Kurse der davon betroffenen Aktien im Jahresverlauf nicht selten wieder spürbar erholten.

Am Ende hat sich das Zittern aber in etlichen Fällen richtig gelohnt. Das belegt auch ein Blick auf die PerformanceBestenlisten. So zählte im Dax mit Infineon die Nummer 2 in Sachen Jahresperformance mit zu unseren Favoriten im Jahresverlauf. Im MDax und im TecxDax sind wir sogar bei den jeweils beiden Performance-Spitzenreitern Shop Apotheke und LPKF investiert. Und im SDax gehören mit FlatexDEGIRO und Zeal Network immerhin die Nummer 5 und die Nummer 7 in Sachen Jahresperformance zu unseren Altempfehlungen.

An dieser Stelle möchten wir aber daran erinnern, dass aktuelle Rekorde an den Weltbörsen und aufgelaufene Buchgewinne stets nur eine Momentaufnahme sind. Wie schnell sich die Lage eventuell auch wieder zum Schlechten wenden kann, hat die Pandemie in diese Jahr gezeigt.

Betonen möchten wir auch, dass viel von den Gewinnen seit Mitte März mit der praktisch global betriebenen expansiven Geld- und Fiskalpolitik zu tun hat und nicht unbedingt damit, wie es momentan um die Realwirtschaft wirklich steht. Zahlreiche künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen sind für die Zukunft ebenso eine Bürde wie die explodierten Staatsschulden. Doch die reichlich vorhandene Liquidität hat fürs Erste eben die Kurse nach oben getrieben und solange die Zinsen so niedrig sind wie aktuell, trägt das ebenfalls zu hohen Bewertungen bei.

Die große Herausforderung ist es vor diesem Hintergrund, das Spiel so lange mitzuspielen, wie es läuft und sich dann möglichst rechtzeitig zu verabschieden, sobald die Party vorbei ist. Weder den Zug nach oben, noch den nach unten zu verpassen, darin sehen wir 2021 unsere Hauptaufgabe und wie immer werden wir uns bei der Suche nach den richtigen Antworten von einem unserem Hauptmottos leiten lassen, das bekanntlich in dem Satz „the trend is your friend“ zum Ausdruck kommt.

Das wiederum heißt, dass wir angesichts der vielfach intakten langfristigen Aufwärtstrends zunächst bis auf weiteres konstruktiv gestimmt bleiben für die weiteren Aussichten an den Weltbörsen. Die Zeit zum Aussteigen wäre demnach erst dann gekommen, wenn diese Aufwärtstrends nachhaltig gebrochen sind.

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