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Dax wieder mit einem Wochenminus – Treffen von Trump und Xi im Fokus
21.09.2026 | Money Mail Nr. 075/2026Passend zu seinem schlechten Ruf als Börsenmonat kommen die Kurse am deutschen Aktienmarkt im September bisher nicht auf die Beine. In der abgelaufenen Woche setzte es beim deutschen Aktienleitindex ein weiteres Minus. Konkret büßte der deutsche Aktienleitindex im Wochenvergleich 1,03 % ein. Aus dem Handel ging er am Freitag mit 25.304,06 Punkten.
Wichtig dabei ist vor allem, dass sich dadurch das kurz- und mittelfristige Chartbild verschlechtert hat, wie in der Abbildung klar zu sehen ist. Bereits auf Schlusskursbasis vom Freitag war der tiefste Stand seit Ende Juli erreicht. Wobei es so ist, dass der Dax bei Lang & Schwarz im Sonntagabend-Handel weiter leicht auf 25.230 Punkte nachgegeben hat. Diese Bewegung war vermutlich eine Reaktion auf den Ausgang von deutschen Regionalwahlen, bei denen die Bundesregierung erneut schlecht abgeschnitten hat.
Ehrlich gesagt macht uns die Politik momentan sogar noch mehr Sorgen als der Trend hin zu steigenden Staatsanleiherenditen. Das gilt übrigens nicht nur für Deutschland, wo regieren immer schwieriger wird und zudem Parteien vom linken und rechten Rand viel Zuspruch an der Wahlurne erfahren. Vielmehr gibt uns neben der sehr komplizierten Geopolitik auch zu denken, dass die hohen Staatsschulden in Frankreich auch wegen der näher rückenden Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr immer mehr in den Fokus der Anleger rücken dürften, mit vermutlich negativen Folgen, weil auch in Frankreich regieren schwierig ist – und damit auch die Aufgabe, den Staatshaushalt zu ordnen.
Insgesamt sind das Rahmenbedingungen, die beim Ausbleiben von positiven Überraschungen im Marktumfeld nicht dafür sprechen, dass sich die Monatsbilanz für den September noch in die Pluszone hangeln kann. Damit das doch noch gelingt, wären ermutigende Konjunkturzahlen hilfreich. In der neuen Woche ist in dieser Hinsicht das Augenmerk am Mittwoch auf die Vorlage der Einkaufsmanagerindizes des Euroraums (PMI's) gerichtet.
Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte erwarten, dass der PMI des verarbeitenden Gewerbes auf 52,5 (August: 52,7) Punkte nachgegeben hat und der Service-PMI auf 51,3 (51,6) Punkte. Für den sogenannte aggregierten PMI der Produktion in beiden Sektoren wird ein Rückgang auf 51,5 (52,0) prognostiziert. Bei der Präsentation des Geschäftsklimas in Deutschland (Donnerstag, 10.00 Uhr) dürfte sich im September eine Aufhellung zeigen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte erwarten, dass der Ifo-Geschäftsklimaindex auf 89,0 (August: 88,8) gestiegen ist. Zur Erinnerung: Der unerwartet deutliche Anstieg im Vormonat - insgesamt der vierte in Folge - war sowohl von der Lagebeurteilung als auch den Geschäftserwartungen getragen.
Wir sind ansonsten sehr gespannt, wie ein bevorstehendes Treffen von Xi und Trump ausgeht. Die Führer der beiden Weltmächte USA und China treffen am Donnerstag in Washington zusammen. Dabei gibt es sehr viel Gesprächsstoff und wie die Sache ausgeht – gütlich oder im Streit – scheint uns offen zu sein. Die Tatsache, dass man sich trifft, lässt aber hoffen, dass es nicht zu einem Eklat kommen wird.
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