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KGV und Dividendenrenditen sehen bei den Allianz-Aktien ausgesprochen attraktiv aus

09.06.2022 | Money Mail Nr. 068/2022

Der Versicherungskonzern Allianz (ISIN: DE0008404005 191,58 Euro) kündigte Mitte Mai eine endgültige Regelung der Structured-Alpha-Schäden an (wir berichteten). Ausgehandelt wurde eine Gesamtsumme von 5,8 Mrd. Dollar, die weitgehend jenen 5,6 Mrd. Euro entspricht, welche die Allianz bereits zurückgestellt hat. Es entstanden somit keine großen zusätzlichen Kosten. Darüber hinaus bekennt sich AGI US in einem Fall von strafbarem Wertpapierbetrug schuldig und verliert infolgedessen die US-Lizenz, was jedoch keine Auswirkungen auf Pimco oder Allianz Life US hat.

Ob dieser sehr imageschädigende Fall nun beigelegt hat, konnte der Aktienkurs davon nicht profitieren. Ein Grund für dieses Verhalten könnte folgende Rechnung der Berenberg Bank sein. Demnach verliert Allianz Global Investors (AGI) die Lizenz und überträgt das US-Vermögen in Höhe von 120 Mrd. Dollar auf Voya Investment Management (Voya IM). Dies sei eine negative Konsequenz, welche die Analysten bei der deutschen Privatbank so nicht vorhergesehen hatten. Die von AGI übertragenen 120 Mrd. Dollar an verwalteten Mittel entsprechen 32% der auf 370 Mrd. Dollar vergrößerten Vermögenswerte von Voya IM, und die Allianz erhält nur einen Anteil von 24% an Voya IM. Die Berenberg Bank schätzt, dass der operative Gewinn der Allianz-Gruppe um 1% und der Cashflow um 2% sinken wird. Letztlich gebe das Unternehmen die Kontrolle über 248 Mio. Euro Betriebsergebnis ab und gewinne nur 114 Mio. Euro durch ihre 24%ige Beteiligung an Voya IM.

Letztlich ist das aber ein überschaubarer Nachteil. Wir konzentrieren uns hier auf die Bewertung und die fällt gemessen an den Analystenschätzungen sehr günstig aus. Gemessen am erwartet Ergebnisanstieg je Aktie von 2021 bis 2025 von 15,83 Euro auf 30,02 Euro ergibt sich auf letztgenannter Basis nur ein geschätztes KGV von 6,4, was sehr niedrig ist. Sehr ansehnlich fallen zudem die Dividendenrenditen aus. Der Analystenkonsens rechnet für die Geschäftsjahre 2022 bis 2025 mit folgenden Zahlungen: 11,43, 12,18, 12,89 und 14,29 Euro. Damit winken Renditen in einer Spanne von 5,97% bis 7,46%, was sehr lukrativ ist. Vereinnahmt haben Aktionäre jüngst bereits eine Ausschüttung von 9,80 Euro je Anteilsschein. Wenn man das berücksichtigt, dann tritt der Wert gegenüber der in Money Mail-Ausgabe 143-21 zu 198,38 Euro ausgesprochenen Kaufempfehlung bisher nur auf der Stelle. Das ist zwar ausbaufähig, aber als Dividendenwert halten wir den Titel weiterhin für interessant.

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