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Dax weiter in Rekordlaune – Unternehmensergebnisse sorgen für Rückenwind

17.08.2026 | Money Mail Nr. 065/2026

Beim Dax stand in der Vorwoche ein Plus von 0,5 % angeschrieben. Bei einem am Freitag erreichten Schlussstand von 26.440,31 Punkten reichte es zum Wochenausklang zu einem weiteren neuen Schlussrekordhoch.

Der charttechnische Aufwärtstrend ist somit nach wie vor uneingeschränkt intakt. HSBC weist aber dennoch auch darauf hin, dass der deutsche Aktienleitindex in den vergangenen Handelstagen immer wieder die Marke von 26.500 Punkten angelaufen hat, ohne diese Hürde nachhaltig überwinden zu können. 

Auf diesem Niveau hat sich also eine wichtige Barriere etabliert. Oder wenn man es positiv ausgedrückt: Der Sprung über diese Hürde würde für ein prozyklisches Kaufsignal sorgen. Auf der Unterseite verweist HSBC auf eine erste Haltemarke bei 26.246 Punkten sowie auf das jüngste Ausbruchslevel von 25.900 Zählern. 

Mit Blick auf das Marktumfeld sei daran erinnert, dass der Iran-Krieg weiterhin ungelöst ist und das auch für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gilt, auch wenn dieses Thema das Börsengeschehen zuletzt nicht mehr dominierte, so ist es doch zumindest aus unserer Sicht weiterhin ein Gefahrenherd, zumal sich die Spannungen zwischen Russland und der EU anscheinend wieder verschärfen. Als Stütze erwiesen sich aber Konjunkturdaten, die zu etwas nachlassenden Inflations- und damit Zinssorgen beitrugen.

Für Rückenwind sorgen laut Weberbank außerdem die positiven Quartalszahlen der Unternehmen. Sie zeigen, dass sich die hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz inzwischen in den Unternehmensergebnissen niederschlagen. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Rechenleistung stützt nicht nur die Halbleiterindustrie, sondern treibt zugleich den Ausbau neuer Rechenzentren voran. Davon profitieren zunehmend angrenzende Bereiche wie Industrieausrüster sowie Bau- und Infrastrukturunternehmen.

Bemerkenswert ist aus Sicht der Weberbank zugleich, dass sich die positive Gewinndynamik über den Technologiesektor hinaus ausweitet. Dabei überzeugen insbesondere Energie-, Rohstoffund Finanzunternehmen. Die Aktienrallye steht damit zunehmend auf einem breiteren Fundament. Positive Signale kommen zudem aus Europa. Europäische Unternehmen verzeichneten im zweiten Quartal im Schnitt ein deutlich zweistelliges Gewinnwachstum und konnten damit die Erwartungen übertreffen. Nach mehreren schwächeren Jahren scheint sich die Gewinndynamik diesseits des Atlantiks wieder zu verbessern.

Hinsichtlich der neuen Woche geht die Bank Metzler davon aus, dass sich der ZEW-Index am Dienstag und die Einkaufsmanagerindizes am Freitag verbessern dürften und somit eine Wachstumsbelebung signalisieren. Darüber hinaus werden noch der Arbeitskostenindex am Mittwoch und die Lohnentwicklung am Freitag veröffentlicht. Beide Indikatoren sind sehr wichtig, da sie maßgeblich die Inflation im Dienstleistungssektor beeinflussen.

Wie es von Seiten der zuvor zitierten Privatbank weiter heißt, ist beim neuen US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh bisher der Eindruck entstanden, dass dieser wie ein Falke spricht, aber wie eine Taube handelt. Das Protokoll der vergangenen US-Notenbanksitzung am Mittwoch könnte einen besseren Einblick in die Arbeitsweise des neuen Vorsitzenden ermöglichen. Darüber hinaus wird noch der NAHB-Index (Montag) veröffentlicht sowie die Neubaugenehmigungen und -beginne (jeweils Dienstag).
Der Wohnimmobilienmarkt leidet unter den hohen Zinsen und
hat an Bedeutung verloren. Die Wachstumsmotoren sind die
Investitionen und damit eher die Industrieproduktion (Dienstag).

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