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Dax auf Rekordkurs – US-Inflationsdaten die wichtigste nächste Konjunkturzahl
10.08.2026 | Money Mail Nr. 063/2026Der Dax ist am vergangenen Freitag mit einem neuen Schlussrekordhoch aus dem Handel gegangen. Der da erreichte Stand von 26.319,45 Punkte bedeutet ein Wochenplus von 2,7 %. Auf die Sprünge halfen unter anderem wieder etwas gesunkene Zinserhöhungsängste. Insbesondere gilt das für die USA, nachdem der neue Arbeitsmarktbericht dort enttäuschend ausgefallen ist.
Im Blick zu behalten gilt es, dass sich die Hoffnungen auf eine Einigung zwischen dem Iran und den USA beim laufenden Krieg zwischen diesen Parteien, die zuletzt den Ölpreis drückten, schon bald wieder verflüchtigen könnten. Zumindest deutet die aktuelle tatsächliche Nachrichtenlage darauf hin, dass die von US-Präsident Trump angekündigte baldige Einigung eher seinem Wunschdenken als der Realität entspringt.
Unabhängig davon ist es für uns als Trendfolger so, dass von einem neuen Rekordhoch beim deutschen Aktienleitindex ein positives Chartsignal ausgeht. Theoretisch spricht das für prozyklische Anschlussgewinne, nachdem es jetzt so zu sein scheint, dass die vorherige mehrmonatige Verschnaufpause endgültig zu den Akten gelegt worden ist.
Ohne dass wir uns alleine deswegen zu weit aus dem Fenster lehnen wollen, ist es so, dass wir es prinzipiell für ermutigend empfinden, dass der Hausse zumindest in Deutschland noch mit viel Skepsis begegnet wird. Das zeigt sich beispielsweise auch daran, dass die Nachrichtenagentur Dow Jones ihren aktuellen Wochenausblick mit dieser Überschrift versehen hat: „Börsen ignorieren Risiken auf eigene Gefahr“. Das heißt, von Überschwang am Markt kann keine Rede sein. Das ist zwar keine Garantie dafür, dass es weiter aufwärts geht, es ist aber allemal eine konstruktivere Ausgangslage als überbordende Euphorie.
Die neue Woche hält der Datenkalender laut DZ Bank mit den Inflationsdaten aus den USA am Mittwoch ein echtes Highlight bereit. Vor allem aufgrund niedrigerer Energiepreise in der ersten Julihälfte rechnet das erwähnte Kreditinstitut mit einem leichten Rückgang der Jahresteuerungsrate auf 3,4 %. Interessanter für die US-Notenbank und damit für deren nächsten Zinsentscheid dürfte aber vor allem sein, wie sich die Kerninflationsrate entwickelt.
Die zuständigen Analysten gehen in diesem Bereich von einem moderaten Preisanstieg gegenüber dem Vormonat aus. Besonders bei den Gütern ist angesichts von Zöllen, einer hohen Nachfrage nach Computerelektronik und teils Lieferkettenstress durch die Spannungen an der Straße von Hormus mit einem Preisanstieg zu rechnen. Eine spürbare Bewegung der Kerninflationsrate ergibt sich daraus aber gleichwohl nicht, so das Urteil.
Mit Blick auf Deutschland wird es gleich zum Wochenauftakt spannend, wobei Deka Research zu dem an diesem Tag wichtigsten Termin folgendes schreibt: „Wenn die Finanzmarktanalysten über das Wochenende ihre Antworten für die Umfrage zum sentix-Konjunkturklima für August abgeben, dürften die positiven Eindrücke überwiegen. Seit der letzten Erhebung überraschten immer mehr Indikatoren positiv und im Nahen Osten schweigen vorläufig wieder die Waffen.“ Sollte es eine positive Überraschung geben, wäre das natürlich für den Bullenmarkt eine willkommene Unterstützung.
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