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Dax nahe dran am Rekordhoch – USArbeitsmarktbericht und Berichtssaison zentrale Aspekte in der neuen Woche
03.08.2026 | Money Mail Nr. 061/2026Der Dax hat eine weitere Handelswoche im grünen Bereich hinter sich gebracht. Konkret reichte es beim deutschen Aktienleitindex zu einem Plus von 2,1 %. Bei einem am Freitag markierten Schlusstand von 25.629,24 Zählern ist der Abstand zum bisherigen Schlussrekordhoch von 25.817,69 Punkten nur noch sehr gering. Die charttechnische Ausgangslage ist damit klar umrissen. Gelingt der Vorstoß auf neue Bestmarken, wäre das gleichbedeutend mit einem prozyklischen Kaufsignal, da damit der langfristige Aufwärtstrend als intakt untermauert wäre. Im Falle eines Scheiterns des Ausbruchsversuchs nach oben droht dagegen eine Topbildung.
Für den Monat Juli kann der Dax übrigens ein Plus von 2,5 % vorweisen. Wir wissen zwar, dass sich die Konjunkturzahlen auf niedrigem Niveau trotz Iran-Krieg gut halten und dass vor allem die Unternehmensergebnisse im Rahmen des laufenden Berichtsreigens zum abgelaufenen Quartal nicht schlecht ausfallen, gleichzeitig gibt es aber auch viele andere Meldungen, die täglich bei uns aufschlagen, nach deren Kenntnisnahme wir uns schon mitunter fragen, ob sich die Kurse auch wirklich dauerhaft einen Weg nach oben einschlagen können.
Dabei treiben uns auch so genannte weiche Einflussfaktoren um. Etwa die Meldung, wonach das Vertrauen der Bundesbürger in den Staat auf einen Tiefststand gesunken ist. Laut der Bürgerbefragung im Auftrag des Beamtenbunds dbb trauen nur noch 17 % dem Staat zu, seine Aufgaben erfüllen zu können. In den Vorjahren waren es 23 %, 25 % und 27 %. 79 % in Deutschland meinen demnach, der Staat sei angesichts der Fülle seiner Aufgaben und Probleme überfordert. Warum beschäftigt uns so etwas? Ganz einfach: Weil zweifelnde Wähler vermutlich eher dazu neigen, extreme Parteien zu wählen und wenn eine davon an die Macht kommen sollte, könnte das für Deutschland, das ohnehin bereits gegen einen Abstieg kämpft, böse enden. Jedenfalls können wir uns nur schwer vorstellen, dass der deutsche Aktienmarkt darauf positiv reagieren würde.
Wie dem auch sei, aktuell schlagen sich die Kurse wieder wacker und als Trendfolger haben wir gelernt, dass es zumeist nicht lohnend ist, sich gegen bestehende Trends zu stemmen. Folglich ändern wir trotz mancher unterschwelligen Bedenken nichts an unserer bisher konstruktiven Grundhaltung dem Aktienmarkt gegenüber. Mit Blick auf die neue Woche schreibt die Landesbank Baden-Württemberg zu der Frage, was die Märkte bewegen könnte, folgendes: „Die Finanzmärkte bleiben im Bann der Nahost-Nachrichtenlage und der Rohstoffpreisentwicklung. Zwischen neuerlicher Eskalation und diplomatischer Wiederannäherung scheint alles möglich. Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli liefert das Highlight auf dem Makrodatenkalender. Die bis dato verfügbaren Stimmungsindikatoren lassen auf einen robusten Stellenaufbau schließen. Die regionalen Frühindikatoren für die US-Wirtschaft deuten zudem darauf hin, dass die ISMIndizes sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor im Juli zugelegt haben.“
Was wiederum den sich munter weiter drehenden Berichtsreigen angeht, schreibt die Deka Bank das: „Die Berichtssaison für das zweite Quartal war bisher sowohl in den USA als auch in Europa beeindruckend stark. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnten die Gewinne um rund ein Drittel bzw. ein Viertel gesteigert werden und die Prognosen wurden im Durchschnitt deutlich übertroffen. Deutlich verhaltener ist die Entwicklung in Deutschland. Doch die kommende Woche ist die mit Abstand wichtigste Woche der Dax-Berichtssaison, dann legen 21 Unternehmen mit 56 % der Marktkapitalisierung ihre Zahlen vor.“
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