Wir bieten für jede Anlegermentalität die richtige Strategie.
Unsere Informationsdienste.
-
Austria Börsenbrief
Erfolgreich seit 1987 -
Hanseatischer Börsendienst
Börsenerfolge seit 1961 -
Aktien-Spezialwerte
Aktienperlen aus dem Marktsegment Small Caps -
Der Internationale
Global in Gewinner-Aktien investieren -
MEIN GELD.PLUS
Für Sparer, die einmal monatlich Geld anlegen -
Money Mail
Aktiv investieren und profitieren
AIB Group ist geschäftlich weiterhin solide unterwegs
31.07.2026 | Money Mail Nr. 060/2026Dieser Mitfavorit von uns hat an diesem Donnerstag die Halbjahreszahlen für das laufende Geschäftsjahr vorgelegt. Im Berichtszeitraum erwirtschaftete das Geldhaus einen Gewinn nach Steuern von 939 Mio. Euro, womit das Vorjahresergebnis von 928 Mio. Euro übertroffen wurde. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,42 Euro nach 0,39 Euro im Vorjahreszeitraum. Das Bruttokreditvolumen betrug zum Stichtag 74,5 Mrd. Euro und die Kundeneinlagen standen bei 118,8 Mrd. Euro.
Vorstandschef Colin Hunt sagte anlässlich der Zahlenvorlage unter anderem folgendes: „Obwohl Elemente des externen Umfelds unsicher bleiben, positionieren uns unsere starke Bilanz und die disziplinierte strategische Umsetzung gut, um unsere Kunden, Gemeinden und die irische Wirtschaft für die zweite Jahreshälfte und darüber hinaus zu unterstützen.“
Einordnung der Kursreaktion: Trotz einer sehr soliden operativen Verfassung, die sich aus dem vorgelegten Zahlenwerk ableiten lässt, reagierte der Kurs am Tag der Vorlage der Ergebnisse mit Abschlägen. Das hatte sicherlich zum einen auch mit normalen Gewinnmitnahmen zu tun, nachdem die Notiz auch in diesem Jahr bisher eifrig weiter gestiegen war.
Zum anderen fehlte ein positiver Überraschungseffekt beim Ausblick, weil die angehobene Prognose für den Zinsüberschuss auf über 3,8 Mrd. Euro weitgehend den ohnehin ambitionierten Markterwartungen entspricht. Belastend wirkte außerdem ein leichter Anstieg der ausfallgefährdeten Kredite.
Beim Blick auf den Chart zeigt sich aber auch ein weiterhin intakter langfristiger Aufwärtstrend. Und erst wenn dieser nachhaltig gebrochen werden sollte, wäre diese Altempfehlung kritischer zu beurteilen, als wir das momentan tun.
Makroökonomisches Umfeld und Strategie: Als das zusammen mit der Bank of Ireland bedeutendste irische Kreditinstitut bietet die Bank ihren rund 3,5 Mio. Kunden eine breite Palette an Finanzdienstleistungen an und profitiert dabei von einer grundsätzlich stabilen heimischen Wirtschaft.
Das übergeordnete globale makroökonomische Umfeld bleibt zwar anspruchsvoll und ist geprägt von geopolitischen Spannungen sowie den geldpolitisch strafferen Leitlinien der Europäischen Zentralbank. Die strategische Ausrichtung der Bank stützt sich aber auf kontinuierliche Fortschritte bei den drei Kernprioritäten. Dazu gehört, dass die aktuellen Mittelfristziele für die Jahre 2024 bis 2026 – darunter eine Rendite auf das tangible Eigenkapital von 15 %, eine harte Kernkapitalquote von über 14 % sowie absolute Kosten von unter 2 Mrd. Euro bei einer Kosten-Einkommen-Ratio von unter 50 % – zum Geschäftsgang passen.
Diese Ziele werden im März 2027 zusammen mit den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2026 für die neue Strategie 2030 aufgefrischt. Gleichzeitig zielt die Bank konsequent auf digitale Innovationen, den Ausbau des Wealth Managements und die grüne Transformation ab, wobei mittlerweile über 40 % des Neugeschäfts auf nachhaltige Finanzierungen entfallen.
Das Management treibt zudem den laufenden Aktienrückkauf im Volumen von 1 Mrd. Euro planmäßig voran und schüttet eine erhöhte Zwischendividende aus, was die starke interne Kapitalgenerierung unterstreicht.
Einschätzung zu den weiteren Kursaussichten: Für die Beurteilung, ob sich der intakte Aufwärtstrend fortsetzen dürfte, spielen natürlich wie immer auch Bewertungsüberlegungen eine wichtige Rolle. Beim Gewinn je Aktie ist es dabei so, dass der Analystenkonsens diesen in 2026 von 0,98 Euro zwar auf 0,88 Euro sinken sieht. 2027 sollen darauf aber wieder höhere 0,98 Euro werden und 2028 dann 1,07 Euro. Auf letztgenannter Basis ergibt sich ein knapp einstelliges KGV.
Mit Blick auf die erwarteten Dividendenzahlungen von 0,54, 0,58 und 0,63 Euro je Aktie für die Geschäftsjahre 2026 bis 2028 errechnen sich Renditen in einer Spanne von 5,2 % bis 6,1 %. Angesichts dieser stabilen Ertragskraft, der robusten Kernkapitalquote und der planmäßigen Kapitalrückführungen bietet die fundamentale Einwertung auf dem aktuellen Niveau somit weiterhin ausreichend Substanz. Unser Anlagerat lautet daher, an dieser Position bis auf Weiteres festzuhalten.
Interesse geweckt?
Sind Sie bereits Abonnent? Dann loggen Sie sich bitte ein.
Wenn Sie noch kein Kunde sind, wählen Sie bitte aus unseren Abo-Angeboten aus:
Themen des Money Mail Nr. 060/2026