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Aus Gegenwind am Aktienmarkt wird immer mehr ein perfekter Sturm

29.04.2022 | Money Mail Nr. 050/2022

Aktien werden auf der Grundlage von Cashflows bewertet, die wiederum mit der Anleiherendite und einer Risikoprämie für Aktien abgezinst werden, schreibt die Societe Generale in einer aktuellen Studie. Derzeit werden die Cashflow-Erwartungen (mit Ausnahme der rohstoffbezogenen Sektoren) gesenkt, die Anleiherenditen steigen rapide an, und das erhöhte geopolitische Risiko führt zu höheren Risikoprämien, heißt es in der Publikation weiter.

Das ist aus Sicht der Autoren weniger ein Gegenwind als vielmehr ein ausgewachsener Sturm, der die Aktienmärkte in Richtung ihrer Tiefststände vom März zurückgedrängt hat, wobei die US-Aktienmärkte und insbesondere der Nasdaq den Weg nach unten anführten (alle Angaben mit Stand vom 25. April).

Die Herausforderung für die Anleger besteht laut Societe Generale darin, dass sie nun mit einem zunehmenden zyklischen Abwärtsrisiko konfrontiert sind, das vor allem von den Verbrauchern, aber zunehmend auch von China ausgeht. Hinzu komme ein Bewertungsrisiko, das dadurch entstanden sei, dass die Märkte in den Jahren zuvor aufgrund der da immer tiefer gesunkenen Renditen eine Neubewertung im Sinne einer Höherbewertung erfahren hätten.

Weltweit sind Technologie, Medien und Konsumgüter sowie Dienstleister in diesem Jahr um 20% oder mehr gefallen, nur Energie (+21%) und Grundstoffe (+9%) liegen im Plus, und selbst sie stehen heute wegen der Besorgnis über die chinesischen COVID-19-Sperren unter Druck, so die Societe Generale.

Im Jahr 2022 geht es vor diesem Hintergrund aus Sicht der französischen Großbank darum, die in den Jahren mit quantitativen geldpolitischen Lockerungen verbuchten starken Kursgewinne zu verteidigen. Um dieses Ziel zu erreichen, könnte es sich in der neuen Ära von quantitativen geldpolitischen Straffungen und Zinserhöhungen weiter lohnen, Umschichtungen von volatilen Wachstums-Strategien hin zu defensiveren Strategien mit geringerer Volatilität vorzunehmen. Qualitativ hochwertige Werte, die Dividenden zahlen, hätten sich in der vorherigen Ära relativ schwer getan, dürften dafür aber jetzt besser in der Lage sein, mit dem veränderten Umfeld zurechtzukommen.

Fazit: Dieser Bestandsaufnahme ist zuzustimmen, solange es bei einer Ausgangslage wie aktuell bleibt. Folglich macht es wie von der Societe Generale angeraten Sinn, vorerst defensiver zu agieren

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