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Dax mit Wochenplus und im Kampf mit der 25.000 Punkte-Marke – Die neue Woche bringt viele spannende Konjunkturdaten

22.06.2026 | Money Mail Nr. 049/2026

Der Dax hat sich am vergangenen Freitag zum großen Verfalltag (an den Termin- und Derivatebörsen liefen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus) knapp behauptet gezeigt. Da der deutsche Aktienleitindex mit einem Stand von 24.985,82 Zählern in das Wochenende ging, reichte es unter dem Strich aber zu einem Wochenplus von rund 1,5 %.

Charttechnisch gesehen befindet sich der Dax damit letztlich weiterhin im Kampf um die 25.000 Punkte-Marke. Die eigentliche Aufgabe besteht aber darin, die alten Bestmarken zu knacken. In diesem Zusammenhang ist das derzeit gültige Schlussrekordhoch von rund 25.421 Punkten von Belang. Denn erst ein überzeugender Sprung über diese Marke würde den zuletzt vorherrschenden Seitwärtstrend beenden.

Mut macht in diesem Zusammenhang, dass andere wichtige Indizes wie etwa der Euro Stoxx 50 Index bereits wieder auf Rekordkurs sind. Ob der Dax in der neuen Woche diesbezüglich nachziehen kann, scheint momentan aber noch offen zu sein. Denn die anhaltenden Kämpfe im Libanon sorgen für neue Verstimmungen zwischen den USA und dem Iran. Teheran hat deswegen nach eigenen Angaben am Samstag die Straße von Hormuz erneut für die Durchfahrt aller Schiffe gesperrt, was an den Börsen negativ ankommen dürfte. Aber die Nachrichtenlage in dieser Hinsicht ändert sich bekanntlich ständig und da die Verhandlungen andauern, kann sich das Blatt in jede Richtung stets ändern. Zuletzt war es an den Börsen dabei so, dass man unterstellt, dass am Ende die Vernunft siegt und es zu Kompromissen kommt.

Ansonsten erscheinen in der neuen Woche eine Reihe von Frühindikatoren für den laufenden Monat. Allen voran sind das die PMI-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, Frankreich und die Eurozone, gefolgt vom ifo-Index und dem GfK-Konsumentenvertrauen. 

Überraschenderweise haben sich die PMI für das verarbeitende Gewerbe trotz der Krise relativ gut gehalten, was aber vermutlich an vorgezogenen Aufträgen gelegen hat, mit denen man möglichen Lieferkettenengpässen im Zusammenhang mit der Krise im Nahen Osten entgegenwirken wollte. Das legt laut Hamburg Commercial Bank den Schluss nahe, dass es dieses Mal recht deutlich nach unten gehen könnte. Die Konsensprognose ist weitaus optimistischer und geht für die Eurozone sogar von einem leichten Anstieg des entsprechenden PMI aus. 

Darüber hinaus ist am Donnerstag der US-PCE-Preisindex von Bedeutung, zumal dieser als wichtigster Inflationsmaßstab der Fed gilt. Nach der ersten Sitzung unter dem neuen US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh dürften diese Daten besonders aufmerksam verfolgt werden, da sie einen ersten Hinweis darauf liefern, ob die Notenbank mit ihren Sorgen über mögliche Inflations- und Zweitrundeneffekte richtig liegt. Gemeinsam mit den endgültigen BIP-Daten für das erste Quartal sowie den wöchentlichen Arbeitsmarktdaten werden sie damit zur wichtigsten Bewährungsprobe für das neue Fed-Narrativ, so Raiffeisen Research.

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