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Dax mit Seitwärtsbewegung – Neue Woche ganz im Zeichen der Politik
11.05.2026 | Money Mail Nr. 037/2026Nimmt man den Dax als Maßstab, dann traten die Kurse am deutschen Aktienmarkt in der Vorwoche praktisch auf der Stelle. Das belegt ein mageres Plus von 0,19 % beim deutschen Leitindex. Bei einem am Freitag markierten Schlussstand von 24.338,63 Punkten bedeutet das gleichzeitig, dass sich am Chartbild nichts verändert hat.
Eine Pattsituation ergibt sich auch weiterhin beim Iran-Krieg, denn eine finale Lösung lässt nach wie vor auf sich warten. Die Kurse an den Weltbörsen sind aber wegen einer Hoffnung genau auf eine solche Lösung in den vergangenen Wochen wieder deutlich gestiegen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass für eine Verteidigung dieser Aufschläge oder noch besser ihrer weiteren Fortschreibung ein effektives Ende des Konfliktes erforderlich sein dürfte.
Barclays fasst vor diesem Hintergrund die aktuelle Ausgangslage aus unserer Sicht passend wie folgt zusammen: „Die Straße von Hormus ist weiterhin gesperrt und der Energieschock wurde bislang vor allem durch einen aggressiven Abbau der Lagerbestände abgefedert. Diese Puffer schwinden jedoch rasch, und das Risiko eines Nachfragerückgangs steigt zunehmend. Während der Technologiesektor also weiterhin die Hauptlast trägt, fehlt es an einer breiteren Beteiligung am Aktienmarkt, insbesondere in Europa, da der Energieschock eine Obergrenze für diesen Sektor darstellt.
Die Zeit drängt, denn die Wiederaufnahme der Öllieferungen muss eher früher als später erfolgen. Der Handel mit Halbleiteraktien scheint sich allmählich zu überziehen, sodass eine breitere Marktentwicklung und ein anhaltender Kursanstieg bei Aktien von konkreten Fortschritten bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus abhängen. Sollte dies eintreten, dürfte dies EU-Aktien taktisch gesehen relativ stärker zugutekommen, da sie seit Kriegsbeginn deutlich hinter den Märkten zurückgeblieben sind – insbesondere konsumnahe und zinssensitive Titel, die am stärksten hinterherhinken.“
Angesichts dessen wird in den nächsten Tagen weiterhin das Augenmerk der Marktteilnehmer vor allem auf den Fortgang des Iran-Kriegs geachtet werden. Hinzu kommen zwei weitere wichtige politische Termine. So ist für den 14. und 15. Mai ein Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping geplant. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt. Das Treffen wird von Beobachtern als „historisch“ eingestuft, da es nach einer Phase extremer Spannungen (u. a. 100 %-Zollandrohungen und Exportstopps bei Seltenen Erden) eine Stabilisierung der Beziehungen einleiten soll. Je nachdem wie die Sache ausgeht, kann es sehr kursrelevant sein.
Zudem findet am 19. Mai eine neue Gesprächsrunde statt, bei dem es um das EU-USA-Handelsabkommen geht. Trumps Drohung, die Senkung der Zollsätze auf Autos von 27,5 % auf 15 % wieder rückgängig zu machen, steht im Raum, scheint die EU-Abgeordneten aber nicht sonderlich zu beeindrucken.
Konjunkturseitig steht am Dienstag ansonsten in Deutschland die ZEW-Konjunkturbefragung unter den Finanzanalysten im Mai auf dem Programm. Wird sich die Stimmung aufgrund der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus weiter verschlechtern, fragt dazu die DZ Bank? Inwieweit der dadurch ausgelöste Anstieg des Rohölpreises einen weiteren Anstieg der Inflationsrate in den USA ausgelöst hat, wird ebenfalls am Dienstag bekanntgegeben.
Aus dem Euro-Raum wird am Mittwoch die Industrieproduktion veröffentlicht. Den bisher vorliegenden Daten aus einzelnen Mitgliedsländern außer Deutschland folgend dürfte es im März für ein kleines Plus gereicht haben. Im März dürfte die Sorge vor Lieferengpässen die Bestellungen und damit auch die Produktion laut DZ Bank angeschoben haben.
Am Freitag erscheinen dann noch die US-Einzelhandelsumsätze für den April. Sie dürften gegenüber dem Vormonat kräftig gestiegen sein. Das liegt allerdings vor allem an Preiseffekten, insbesondere an den Tankstellen. Real dürften die Einzelhandelsumsätze angesichts des trüben Konsumklimas nur leicht zugelegt haben, so das zuvor bereits zitierte deutsche Kreditinstitut.
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