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Dax trotz moderatem Wochenplus weiter in der Seitwärtsrange – Neue Trump-Pläne drohen den Wochenauftakt am deutschen Aktienmarkt zu vermiesen

04.05.2026 | Money Mail Nr. 035/2026

Dank eines deutlichen Plus von 1,41 % am Donnerstag ging der Dax mit einem Wochenanstieg von 0,7 % in das feiertagsbedingt verlängerte Wochenende. Bei einem derzeitigen Stand von 24.292,38 Punkten bewegt sich der deutsche Leitindex weiterhin in der zuletzt gültigen Seitwärtsrange, so dass sich an der übergeordneten charttechnischen Ausgangslage nicht viel geändert hat.

Positiv zu erwähnen ist, dass der Dax im April einen Zuwachs von rund 7 % eingefahren hat. Der Kursverlust seit Beginn des Iran- Kriegs Ende Februar beträgt aber noch knapp 4 %. Global gesehen war es im Vormonat so, dass es zu einer V-förmigen Aktienrallye kam, da die KI-Euphorie und die Deeskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran die Marktstimmung aufhellten.

Die Breite der Rallye war jedoch begrenzt, und die Erholung verlief regional und sektorübergreifend uneinheitlich. Und ob sich die Hoffnungen auf ein tatsächliches Ende des Iran-Kriegs zeitnah erfüllen, ist derzeit offen, da es nur eine Waffenruhe gibt, aber zuletzt kaum mehr eine Annäherung bei den Streitpunkten zwischen den Kriegsparteien.

In der neuen Woche droht dem deutschen Aktienmarkt ansonsten neues Ungemach und dieses geht wie so oft vom alten Mann im Weißen Haus aus. Denn der US-Präsident plant höhere Einfuhrzölle auf EU Fahrzeuge. Einer Mitteilung zufolge geht es dabei um eine Anhebung der Zölle auf Automobile aus der Europäischen Union von 15 % auf 25 %.

Zur Einordnung: Der europäische Sektorindex der Automobilhersteller und Zulieferer hat seit Jahresbeginn um mehr als 13 % nachgegeben. Mitte März war der Index auf den tiefsten Stand seit November 2020 gefallen und lag zuletzt nur knapp darüber.

Allerdings gibt es nicht nur schlechte Nachrichten von Trump, denn er plant auch einen Teil der US-Truppen aus Deutschland abziehen, so dass es weitergehen kann mit der Entkoppelung von den USA, was angesichts der zunehmenden Entfremdung nur konsequent ist. Viele mögen das zwar anders werten, aber es ist längst an der Zeit, dass Europa erwachsen wird und lernt, sich selbst zu verteidigen.

Was Termine in der neuen Woche angeht, sind laut DZ Bank die März-Werte aus der deutschen Industrie interessant, die am Donnerstag und Freitag erscheinen. Zwar liegt dann bereits eine erste Schätzung für das deutsche Wirtschaftswachstum im ersten Quartal vor, das den März miteinschließt. Wie sich der Ende Februar ausgebrochene Iran-Krieg und der Energiepreisschock in den ersten Wochen auf die Produktion und vor allem Auftragslage der Industriebetriebe in Deutschland ausgewirkt hat, ist aber auch wichtig für die weitere Entwicklung des Industriesektors, so das zuvor erwähnte Kreditinstitut.

Am Freitag steht außerdem der US-Arbeitsmarktbericht für den April auf dem Programm. Hier ist nach dem überraschend kräftigen Beschäftigungsaufbau im März wieder mit schwächeren Jobzuwächsen zu rechnen. Insgesamt dürfte sich das Bild einer sehr volatilen, insgesamt aber stark gedrosselten Beschäftigungsentwicklung festigen.

Und schließlich werden wir zum Wochenausklang noch über die aktuelle Stimmungslage der US-Verbraucher informiert. Das Uni-Michigan-Konsumklima war im April unter dem Eindruck der hohen Energiepreise auf ein neues Allzeittief gefallen. Im Mai dürfte sich die Laune der Verbraucher aber wieder etwas aufgehellt haben, nachdem sich die Aktienmärkte größtenteils vom Schock des Iran-Kriegs erholt haben, so die DZ Bank.

Auf Unternehmensebene dreht sich der Berichtsreigen munter weiter. Die US-Berichtssaison ist schon weit fortgeschritten und war bisher sehr stark. Das hohe Gewinnwachstum der Unternehmen stützte zusammen mit den positiven Gewinnrevisionen die amerikanischen Aktienmärkte.

Für den STOXX 600 und den Dax steht jetzt eine besonders wichtige Woche bevor: Es berichten jeweils knapp 20 % der Marktkapitalisierung. Der Start in die Berichtssaison verlief in Europa und Deutschland nach Einschätzung der Deka Bank gemischt, mit tendenziell positivem Unterton.

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