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Eiffage - Moderate Bewertung fungiert als Puffer gegen die Unwägbarkeiten:

09.04.2026 | Money Mail Nr. 028/2026

Die von diesem französischen Infrastruktur-Konzern vorgelegten Geschäftszahlen für das Jahr 2025 dokumentieren eine robuste Verfassung. Der Umsatz stieg um 8,0 % auf 25,0 Mrd. Euro.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das internationale Geschäft, das mit einem Plus von 16,6 % deutlich dynamischer wuchs als der französische Heimatmarkt. Besonders hervorzuheben ist die Sparte „Eiffage Énergie Systèmes”, die ihren operativen Gewinn um 15,8 % steigern konnte. Damit gewinnt dieser Bereich, der technische Dienstleistungen für die europäische Energiewende und Infrastrukturmodernisierung erbringt, massiv an Bedeutung für das Gesamtergebnis des Pariser Unternehmens.

Das Fundament für die kommenden Jahre bildet ein Rekord- Auftragsbestand von 29,9 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 3 % gegenüber dem Vorjahr und sichert die Auslastung im Bereich Contracting (Bau und Energie) für die nächsten 15 Monate rechnerisch vollständig ab. Diese hohe Visibilität bei den künftigen Erlösen ist in einem volatilen konjunkturellen Umfeld ein wesentlicher Stabilitätsfaktor für den Konzern.

Strategische Neuausrichtung und Konzessionsgeschäft: Im margenstarken Konzessionsgeschäft, in dem Eiffage unter anderem große Teile des französischen Autobahnnetzes betreibt, bleibt die Lage zweigeteilt. Während die aktuellen Cashflows durch die inflationsgebundene Mautanpassung stabil bleiben, nähert sich das Ende der großen Autobahnverträge in den 2030er Jahren.

Um dieser zeitlichen Befristung entgegenzuwirken, hat Eiffage seine Beteiligung am Kanaltunnel-Betreiber Getlink (Eurotunnel) auf über 27,6 % aufgestockt. Im Gegensatz zu den Autobahnen läuft die Konzession für den Eurotunnel bis zum Jahr 2086. Damit sichert sich der französische Konzern langfristige Ertragsströme, die weit über das nächste Jahrzehnt hinausreichen und die Abhängigkeit vom klassischen Straßennetz reduzieren. Finanzielle Kennzahlen und wirtschaftliche 

Rahmenbedingungen: Die Bilanz zeigt sich trotz der kapitalintensiven Zukäufe solide. Die Nettofinanzverschuldung konnte im Jahr 2025 leicht auf etwa 14,4 Mrd. Euro gesenkt werden. Das Verhältnis der Nettofinanzschulden zum operativen Ergebnis (EBITDA) liegt bei einem Faktor von rund 2,1, was für ein Unternehmen dieser Branche einen moderaten Wert darstellt.

Dennoch bleibt die Zinsentwicklung eine zentrale Variable: Als kapitalintensiver Infrastruktur-Konzern reagiert Eiffage empfindlich auf steigende Kapitalkosten, da sich die Refinanzierung bestehender Kredite verteuern kann. Zudem belasten die allgemeine Lohn- und Rohstoffinflation sowie die teils unberechenbare französische Steuerpolitik die Kalkulationssicherheit bei langfristigen Projekten.

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