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Aura Minerals Inc. nach einem Kursplus weiter interessant
02.04.2026 | Money Mail Nr. 026/2026Seit unserer Erstempfehlung in der Ausgabe 08/25 zu Kursen von 12,07 Euro hat sich Aura Minerals operativ und an der Börse bemerkenswert entwickelt. Jüngst gab es im Zuge von Goldpreisturbulenzen zwar eine Berg- und Talfahrt beim Aktienkurs zu verzeichnen, bei der aktuellen Notiz dürfen sich investierte Leser aber über eine signifikante Wertsteigerung freuen. Allein das Kursplus beträgt 500 % und dazu kommen auch noch Dividenden hinzu. Bei einer derartigen Performance stellt sich für Investoren aber auch automatisch die Frage, ob das Potenzial bereits ausgeschöpft ist oder ob es immer noch Raum für weiteres Aufwärtspotenzial gibt. Unsere nachfolgende Analyse deutet auf Letzteres hin.
Operative Expansion: Der Weg zur Produktionsverdopplung: Aura Minerals befindet sich inmitten einer entscheidenden Transformationsphase. Das Ziel des Managements ist klar definiert: Die jährliche Goldproduktion soll perspektivisch auf über 450.000 Unzen gesteigert werden, wobei der Vorstand langfristig sogar 600.000 Unzen anvisiert.
Dieser Zuwachs wird primär durch die Inbetriebnahme und den Hochlauf neuer Projekte wie Borborema und Matupá in Brasilien sowie die Optimierung bestehender Minen wie Aranzazu in Mexiko getragen. Dass dieses Wachstum mit erheblichen Investitionen verbunden ist, verdeutlichen die Investitionsausgaben (Capex), die für das Jahr 2026 auf rund 280 Mio. Dollar geschätzt werden. In der Branche ist ein solches Investitionsvolumen für ein Unternehmen dieser Größe beachtlich, spiegelt aber den konsequenten Fokus auf die Skalierung des Geschäftsmodells wider.
Massive Reserven-Ausweitung dient als starkes Fundament: Am 01. April 2026 hat Aura Minerals aktualisierte Mineralreserven vorgelegt. Die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven stiegen demnach auf 7,22 Mio. Unzen Goldäquivalent (GEO). Im Vergleich zum Vorjahr (3,44 Mio. Unzen) entspricht dies einer massiven Ausweitung um 110 %. Diese Verdopplung resultiert maßgeblich aus der erfolgreichen Integration neuer Projekte sowie umfangreichen Bohrprogrammen. Damit ist die Basis für die geplante Produktionssteigerung auf über 600.000 Unzen pro Jahr langfristig gelegt.
Um die Werthaltigkeit einzuordnen, lohnt ein Blick auf die Dimensionen: Die nun bestätigten Reserven repräsentieren beim aktuellen Goldpreis einen theoretischen Bruttowert im Boden von über 34 Mrd. Dollar. Demgegenüber steht eine Marktkapitalisierung von lediglich rund 7,3 Mrd. Dollar. Auch wenn von diesem Bruttowert erhebliche Kosten für Förderung (AISC), Steuern und die geplanten Investitionen (Capex alleine in 2026e: rund 280 Mio. Dollar) abzuziehen sind, verdeutlicht die Relation die enorme Sicherheitsmarge. Die Börse bepreist Aura Minerals trotz der bisherigen Kursrallye noch immer mit einem deutlichen Abschlag auf die physische Substanz im Boden.
Günstige Bewertung: Einstellige KGVs signalisieren Unterbewertung: Trotz des bereits vollzogenen Kursanstiegs zeigen auch die aktuellen Konsensschätzungen eine günstige Bewertung. Für 2026 ergibt sich bei einem erwarteten Gewinn von 11,44 Dollar je Aktie ein KGV von 7,6. Bei einer prognostizierten Gewinnsteigerung auf 15,80 Dollar je Aktie sinkt das KGV für 2029 sogar auf 5,5.
Das spricht aus unserer Sicht für eine Unterbewertung. Der Markt scheint hier einen erheblichen Risikoabschlag vorzunehmen, der vor allem das Umsetzungsrisiko der Bauprojekte und die Volatilität des Goldpreises widerspiegelt. Hinzu kommt, dass die Analystenschätzungen im Schnitt auf Goldpreisannahmen beruhen, die sich deutlich über den aktuellen Goldnotierungen bewegen.
Trotzdem soll nicht unerwähnt bleiben, dass die verfolgte Strategie auch Risiken birgt. Die Verschuldung (Net Debt / EBITDA) muss im Auge behalten werden, da der hohe Capex den freien Cashflow kurzfristig belastet. Solange jedoch die Projektschritte planmäßig verlaufen und der Goldpreis die nötige Marge liefert, ist die Dividende eine starke Stütze für den Aktienkurs nach unten.
Fazit und Anlagerat: Aura Minerals hat sich von einem kleinen Produzenten zu einem ernstzunehmenden Player mit klarer Wachstums-Roadmap entwickelt. Die Risiken – primär das operative Umsetzungsrisiko bei neuen Minen und die Sensitivität gegenüber den Förderkosten (AISC) – sind bei einem KGV von unter 6 für das Jahr 2029 nach unserer Auffassung mehr als angemessen eingepreist.
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