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Das im Januar erlittene Minus an den Börsen muss kein Vorbote für weitere Verluste sein

03.02.2021 | Money Mail Nr. 013/2021

Die Marktteilnehmer an den Börsen suchen immer und überall nach möglichst verlässlichen Hinweisen darauf, wie es vermeintlich mit den Kursen an den Aktienmärkten weitergehen dürfte. Dabei greift man auch immer wieder auf historische Erfahrungen und damit verbundenen statistische Daten zurück. Eines dieser Ergebnisse, dass traditionell jedes Jahr eine gewisse Beachtung findet, ist das so genannte Januar-Barometer.

Dazu muss man wissen, dass es ein altes Sprichwort an der Wall Street gibt, das folgendes besagt: "Wie der Januar, so das Jahr". Diese These wurde erstmals 1972 von Yale Hirsh vom Stock Trader's Almanac diskutiert und hatte lange eine beeindruckende Erfolgsbilanz. Einfach ausgedrückt, wenn der erste Monat des Jahres positive Performance-Ergebnisse brachte, dann verhieß dies auch Gutes für den Rest des Jahres (und umgekehrt). Angesichts der Tatsache, dass die US-Aktien den Januar in diesem Jahr knapp im roten Bereich beendeten, beschäftigen sich die Analysten bei LPL Financial mit der Frage, wie besorgt die Anleger mit Blick auf 2021 sein sollten.

Wie einem Chart zu entnehmen ist, der aus einer aktuellen Publikation des USFinanzdienstleisters stammt, bestätigen die darin gezeigten Zahlen, dass der S&P 500 Index in Jahren mit einem positiven Resultat im Januar in den restlichen 11 Monaten des Jahres im Durchschnitt um 11,9% zulegte und dabei in 86% der Fälle Gewinne verbuchte. Wenn der erste Monat des Jahres jedoch im Minus endete, stieg der S&P 500 Index in den übrigen 11 Monaten im Durchschnitt nur um 1,7%, wobei sich Gewinne in knapp 61% der Fälle einstellten.

Ein schwacher Januar könnte so gesehen ein Vorbote für eher schwierige Zeiten im Jahr 2021 sein. Doch die gute Nachricht ist laut LPL Financial- Chefmarktstratege Ryan Detrick, dass in der jüngeren Vergangenheit der skizzierte Trend gebrochen wurde. Denn es war vielmehr so, dass der S&P 500 Index nach einem schwachen Januar recht gut abgeschnitten hat. Wie die zweite Tabelle zeigt, war es seit 2003 in 8 von 9 Fällen so, dass sich bei Verlusten im Januar in den restlichen 11 Monaten sogar Gewinne ergaben.

Ein genauerer Blick auf die betroffenen Jahre zeigt laut Detrick außerdem, dass ein schwacher Januar zu mehr Volatilität als normal geführt hat. In den Jahren 2015, 2016 und 2020 sei es zu einem deutlichen Anstieg der Volatilität im Jahresverlauf gekommen, was aus seiner Sicht die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass auch das Jahr 2021 in dieser Hinsicht steinig wird.

Unser Fazit: Auf der Historie basierende statistische Börsenerfahrungen zu kennen, ist für Marktteilnehmer, die sich intensiv mit den Finanzmärkten beschäftigen, stets 3 eine interessante Sache. Allerdings ist es dabei auch immer wichtig, die Sachverhalte auf ihre Plausibilität hin zu prüfen und dahingehend, ob sich vielleicht im Laufe der Zeit Veränderungen ergeben haben. Letzteres scheint beispielsweise wie skizziert beim Januar-Barometer der Fall zu sein. Losgelöst davon orientieren wir uns bekanntlich an der Charttechnik, wenn es darum geht, darüber zu entscheiden, wie es mit den Kursen an den Aktienmärkten weitergeht. Und da ist es momentan nun einmal so, dass vielfach intakte langfristige Aufwärtstrends zu konstatieren sind, was uns grundsätzlich zuversichtlich stimmt, solange sich an dieser Ausgangslage nichts ändert.

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