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DAX mit einem Wochenplus - aber weiterhin auf Konsolidierungskurs

24.01.2021 | Money Mail Nr. 008/2021

Der Dax hat es in der abgelaufenen Woche zwar nicht geschafft, die Marke von 14.000 Punkten zurückzuerobern. Bei einem am Freitag gültigen Schlussstand von 13.873,97 Punkten reichte es bei dem deutschen Leitindex aber immerhin zu einem Wochenplus von 0,6%. Der jüngst 25 Jahre alt gewordene Nebenwerteindex MDAX brachte es in den vergangenen Jahren sogar zu weiteren Rekorden. Das ist nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass etwa in Deutschland das Coronavirus-Management wie etwa rund um die Impfungen mehr als nur zu wünschen übrig lässt.

Immerhin sind aber die Covid-19-Inzidenzzahlen im Wochenvergleich in den meisten europäischen Ländern etwas gesunken. Die Angst vor einer unkontrollierbaren Eskalation, ausgelöst durch hoch ansteckende Virusmutationen trotz zum Teil harter LockdownMaßnahmen, hat dadurch etwas abgenommen. Wie die Landesbank Baden-Württemberg konstatiert, bekamen die Märkte zudem auch aus 2 anderen Ecken Unterstützung: Gemeint ist damit erstens die Tatsache, dass die Amtsübergabe von Donald Trump auf Joe Biden ohne größere Zwischenfälle verlief, wobei auch die Ankündigung des neuen US-Präsidenten, zeitnah ein knapp 2 Billionen Dollar großes Fiskalpaket zu verabschieden, ebenfalls geholfen haben dürfte. Zweitens wurde die Regierungskrise in Italien zunächst beigelegt, wenngleich die Suche nach einer Parlaments-Mehrheit für Conte weiter andauert.

Wie es in den kommenden Tagen an den Finanzmärkten weiter geht, hängt wie immer auch davon ab, wie die anstehenden Konjunkturdaten ausfallen. Die Anleger achten dabei vor allem auch darauf, was die USNotenbank bei ihrer Sitzung am 27. Januar zur weiteren Geldpolitik zu sagen hat. Die Hamburg Commercial Bank erinnert diesbezüglich daran, dass die Fed derzeit pro Monat 120 Mrd. Dollar an Anleihen kauft und die zuständigen Analysten erkennen keinen Hinweis, dass sich an dieser Politik auf absehbare Zeit etwas ändern wird. Allerdings stelle sich die Frage, ab welchem Renditeniveau die Fed die Konjunkturerholung in Gefahr sehe und dann entsprechend doch handeln würde. Man vermutet, dass das erst der Fall ist, wenn sich die zehnjährigen Renditen in einem kurzen Zeitraum dem Niveau von 2,0% nähern würden. Zum Handeln gezwungen könnte sich die Fed auch sehen, falls die Aktienmärkte in Turbulenzen stürzen und die Realwirtschaft in Mitleidenschaft zu ziehen drohen.

Datenseitig ist ansonsten laut Hamburg Commercial Bank auf die vorläufigen PMI-Indizes für die Eurozone (22.01.) zu achten sowie auf den Ifo-Index (25.01.). Vermutlich dürfte mittlerweile auch das Verarbeitende Gewerbe – in den vergangenen Monaten hatte nur der Dienstleistungssektor durch die Lockdowns Schaden genommen – etwas gelitten haben, wenngleich der Sektor weiterhin Wachstum zeigen sollte. Zu achten sei des Weiteren auch auf den GfK Konsumentenvertrauensindex (27.01.), der sich weiterhin auf einem relativ niedrigen Niveau befinde. Darüber hinaus kommen für Deutschland noch Inflationsdaten (28.01.), die Arbeitslosigkeit (29.01.) und das BIP für das vierte Quartal (29.01.). Die letzte Woche für das Gesamtjahr veröffentlichte BIPSchrumpfung von 5,0 % deutet darauf hin, dass im vierten Quartal die Wirtschaftsleistung praktisch stagniert hat, so die Hamburg Commercial Bank.

Zur charttechnischen Ausgangslage ist noch zu ergänzen, dass sich der Dax seit November 2020 in einer intakten Aufwärtsbewegung befindet. Dabei startete der deutsche Leitindex Ende Dezember 2020 um 13.000 Punkte einen beschleunigten Aufwärtstrend, der ihn bis Januar 2021 auf ein Hoch bei 14.122 Zählern führte. Hier ging der DaxFuture dann laut Commerzbank in eine Konsolidierung in Form einer Flagge über. Darin habe sich ein kurzfristiger Mini-Aufwärtstrend (zurzeit bei 13.930 Punkten ergeben). Aktuell versucht der Future sich aus der Flagge nach oben rauszuarbeiten. Daher sei die kurzfristige technische Gesamtlage weiterhin als positiv einzustufen. Die nächste wichtige Unterstützung beim Dax sei bei 13.550 Punkten zu finden und der nächste wichtige Widerstand bei 14.125 Punkten.

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