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Hohe Inflation und zunehmende Konjunkturrisiken
19.10.2026 | Hanseatischer Börsendienst Nr. 21/2026Hohe Preise für Kraftstoff und Heizöl haben die Inflation in den USA im September überraschend stark nach oben getrieben. Die Preise legten im Jahresvergleich um 3,7 Prozent zu. Im August hatte die Inflationsrate noch bei 3,4 Prozent gelegen. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg zunächst auf 5,33 Prozent, kam danach jedoch wieder zurück. Ein Grund: Äußerungen des US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh beim Treffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok wiesen darauf hin, dass nicht unbedingt mit einer schnellen weiteren Leitzinserhöhung in den USA gerechnet werden muss. Zudem dürften sich Konjunktursorgen breitmachen. Die zunehmenden Finanzierungsprobleme der gigantischen Rechenzentren für Künstliche Intelligenz könnten diesem wichtigen Wachstumstreiber seine Dynamik entziehen. Eventuell bekommen damit sogar wieder Rezessionssorgen Aufwind, was die Anleihekurse steigen lassen. In den letzten Tagen war bereits ein klarer Renditerückgang zu verzeichnen. Offensichtlich flüchteten doch einige Anleger in diesem zunehmend nervösen Umfeld in die Sicherheit der Staatsanleihen.
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