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Primerica meldet sich mit frischen Kursrekorden im Aufwärtstrend zurück
21.07.2026 | Der Internationale Nr. 15/2026Nach einer längeren Phase der Konsolidierung hat mit Primerica unser Kauf-Tipp aus Ausgabe 17/24 (vorgestellt zu Kursen von 260,94 Dollar bzw. 236,00 Euro) zuletzt den Sprung auf neue Rekordstände geschafft. Damit ist der übergeordnete langfristige Aufwärtstrend wieder aufgenommen worden. Charttechnisch werten wir dies wie immer bei solchen Konstellationen als positives Signal. Wobei es natürlich ermutigend ist zu sehen, dass der Ausbruch auch durch die fundamentale Entwicklung des Unternehmens gut untermauert wird.
Primerica gehört seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Finanzdienstleistern in den USA. Das Geschäftsmodell des Finanzvertriebes konzentriert sich auf Lebensversicherungen, Investmentfonds sowie Lösungen für den langfristigen
Vermögensaufbau privater Haushalte mit mittleren Einkommen. Gerade diese breite Aufstellung dürfte mit dazu beigetragen haben, dass das Unternehmen seine Erträge über viele Jahre bemerkenswert kontinuierlich steigern konnte.
Insbesondere in einem unsicheren Marktumfeld ist das aus Sicht der Anleger ein Vorteil. Auch die jüngsten Geschäftszahlen sprechen für eine weiterhin robuste Entwicklung. Umsatz und operatives Ergebnis legten erneut zu, während das Ergebnis je Aktie überdurchschnittlich zulegte. Besonders dynamisch entwickelte sich zuletzt einmal mehr das Investment- und Vorsorgegeschäft, dessen verwaltete Kundenvermögen weiter deutlich gewachsen sind.
Oder konkreter ausgedrückt: Begünstigt durch die Erholung an den Aktienmärkten sowie Neuzuflüsse stiegen die durchschnittlich betreuten Kundenvermögen um 15 % auf 129,9 Mrd. Dollar. Diese Entwicklung zeigt, dass die Nachfrage nach Anlageprodukten im mittleren Einkommenssegment trotz des Inflationsdrucks hoch bleibt, was die Ertragsqualität des Konzerns nachhaltig stützt. Gleichzeitig nutzt Primerica den hohen freien Cashflow konsequent für Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen. Diese Kapitaldisziplin zählt seit Jahren zu den Stärken des Unternehmens.
Ganz ohne Herausforderungen bleibt die Entwicklung allerdings nicht. Die Zahl der neu gewonnenen Vertriebsmitarbeiter sowie der neu erworbenen Lizenzen ging zuletzt zurück. Das Management verweist zwar darauf, dass der Schwerpunkt derzeit stärker auf einer höheren Produktivität des bestehenden Vertriebsnetzes liegt als auf einer möglichst schnellen Expansion. Gleichwohl handelt es sich hierbei um einen Frühindikator, den wir aufmerksam beobachten werden.
Die Bewertung erscheint trotz der Kursrekorde weiterhin keineswegs überzogen zu sein. Für die Jahre 2026 bis 2029 rechnen Analysten derzeit mit einem Gewinn je Aktie von 24,62, 26,71, 29,15 beziehungsweise 32,30 Dollar. Nach 22,91 Dollar für 2025 ergeben sich auf Basis des aktuellen Aktienkurses geschätzte KGVs von rund 12,6, 11,6, 10,6 und 9,6.
Für ein Unternehmen, das seine Gewinne seit vielen Jahren vergleichsweise stetig steigert und gleichzeitig erhebliche Mittel an seine Aktionäre zurückführt, erscheint diese Bewertung aus unserer Sicht weiterhin angemessen.Hinzu kommt ein Aspekt, der häufig unterschätzt wird. Nach einem langjährigen Aufwärtstrend sind längere Konsolidierungsphasen keineswegs ungewöhnlich. Entscheidend ist vielmehr, wie der Markt diese Bewegung anschließend auflöst – mit einem Ausbruch nach unten oder nach oben? Im Fall von Primerica hat sich die Notiz letztlich anscheinend für den Weg gen Norden entschieden. Laut Charttheorie verspricht das weitere Anschlussgewinne und dieser Kursimpuls spricht auch dafür, dass Investoren den langfristigen Gewinnaussichten weiterhin Vertrauen schenken.
Wir sehen deshalb derzeit keinen Anlass, an dieser Position zu rütteln. Kritischer könnte es werden, falls irgendwann die US-Konjunktur schwächeln sollte. Momentan stehen aber die hohe Ertragskraft, die disziplinierte Kapitalallokation und der positive langfristige Gewinnpfad als Anlageargumente im Vordergrund.
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