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Woche der Wahrheit an der Wall Street: 180 S&P-Werte inklusive der Hyperscaler testen die jüngste Rally
28.04.2026 | Der Internationale Nr. 09/2026In den USA geht in Sachen Berichtssaison in dieser Woche so richtig die Post ab. Denn 180 Unternehmen aus dem S&P 500 Index veröffentlichen ihre Ergebnisse für das abgelaufene Quartal. Laut Bank of America sind diese Gesellschaften für 40 % des Gewinns je Aktie im Index verantwortlich. Es steht aber nicht nur wegen dieses Sachverhalts einiges auf dem Spiel. Vielmehr legen auch zahlreiche führende Tech-Konzerne ihre Zahlen vor. Das ist deshalb bedeutsam, weil Techaktien zuletzt die Kurse an der Wall Street wieder an vorderster Front mit nach oben gezogen haben. Als Lokomotive beim zuletzt eingeschlagenen Weg auf neue Rekorde erwiesen sich insbesondere Vertreter rund um den Megatrend Künstliche Intelligenz (KI).
Vor diesem Hintergrund liegt das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer beim Berichtsreigen auf den Aussagen zu den KI-Investitionsausgaben, wobei insbesondere die „Big Four” Hyperscaler (Amazon, Alphabet/Google, Microsoft und Meta Platforms) im Fokus stehen. Dieses Quartett wird zusammen mit Oracle im Jahr 2026 voraussichtlich 680 Mrd. Dollar für Investitionen (Capex) ausgeben (+64 % im Vorjahresvergleich).
Diese Schätzung wurde seit Jahresbeginn bereits um fast 30 % nach oben korrigiert. Sollten sich die Trends der Vorjahre wiederholen, könnten weitere Aufwärtsrevisionen folgen. Kommt es dazu, würde der Rubel vorerst weiter rollen – oder anders ausgedrückt, die jüngste Rekordjagd von S&P 500 und Nasdaq 100 hätte dann gute Chancen auf eine Fortschreibung.
Möglicherweise hat die Sache speziell für jene Unternehmen, die jetzt besonders viel investieren, mittel- bis langfristig aber noch einen Haken. Dieser könnte gegebenenfalls mit einer schwindenden freien Cashflow-Marge zu tun haben, da die Investitionen im Verhältnis zum operativen Cashflow in diesem Jahr bereits die 90 %-Marke überschreiten sollen, nach 70 % im Jahr 2025.
Dazu wiederum muss man folgendes wissen: Historisch betrachtet besteht ein spezifisches Risiko für Unternehmen mit massiven Investitionssprüngen. Denn „Capex Grower” (Unternehmen mit stark steigenden Investitionsausgaben) blieben in der Vergangenheit oft in Sachen Performance hinter dem Markt zurück. Zumindest war dies laut Bank of America beim Vergleich mit dem gleichgewichteten S&P 500 Index im Zeitraum von 1986 bis März 2026 der Fall. Da das genannte US-Aktienquintett in vielen Depots enthalten ist, darf man gespannt darauf sein, ob sich die Geschichte wiederholt oder nicht. Die aktuelle Bestandsaufnahme zeigt jedenfalls, dass von den fünf Werten mit Alphabet und Amazon bisher nur zwei zusammen mit S&P 500 und Nasdaq 100 auf Rekordkurs eingeschwenkt sind.
Statistik als Mutmacher: Die Kraft der „3x3-Prozent-Regel”
Was den US-Gesamtmarkt an sich angeht, bringen wir als eine Art Mutmacher inmitten der anhaltenden geopolitischen Tristesse noch eine andere historische Erfahrung ins Spiel, die für den Fall, dass sie sich so wie im Schnitt in der Vergangenheit wiederholt, ein echter Mutmacher wäre. Das Ganze baut darauf auf, dass der S&P 500 jüngst drei Wochen in Folge jeweils ein Plus von mehr als 3 % eingefahren hat. Das ist historisch extrem selten – seit 1928 kam dies erst zwölf Mal vor (zuletzt in den Jahren 2020 und 1982). Viel versprechend ist daran nun, dass eine Auswertung dieser seltenen Fälle laut HSBC Hoffnung auf weitere Gewinne macht. Denn im Durchschnitt stieg der Markt in den zwölf Monaten nach einem solchen Signal in der Vergangenheit um 27 %. In 75 % der Fälle (9 von 12) notierten die Kurse ein Jahr später deutlich höher.
Fazit: Diese „Erfolgssträhne“ ist statistisch gesehen ein sehr bullishes Zeichen, das weit über dem normalen Marktdurchschnitt liegt. Und wir hätten nichts dagegen, wenn sich dieses Ergebnis im aktuellen Fall wiederholen sollte.
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