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Austria Börsenbrief
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Kontron - Konzernumbau ermöglicht höhere Gewinne

28.09.2022 | Austria Börsenbrief Nr. 38/2022

Kontron (ehemals S&T, ISIN AT0000A0E9W5 – Euro 14,38) gehört zu jenen Aktien, bei denen die Insider besonders aktiv auf der Kaufseite stehen. Das Unternehmen hat am 1. Juni 2022 den Firmennamen von S&T in Kontron AG geändert und ist ein Anbieter von Informationstechnologie-Lösungen, der sich auf Industrie 4.0, eingebettete Computersysteme und Internet of Things (IoT)-Technologie spezialisiert hat.

Kontron hat der Namensänderung mit einem Umbau Rechnung getragen, der im August mit dem Verkauf von erheblichen Teilen des IT-Services-Geschäfts an die französische VINCI Energies S.A. einen Meilenstein erreichte. Mit dieser Trennung von rund Zweidrittel des IT-Services-Geschäfts kam Kontron dem Ziel, ein reinrassiger IoT-Spezialist zu werden, entscheidend näher. Der Verkaufserlös, der um rund 400 Mio. Euro liegen soll, eröffnet Spielraum für Firmenzukäufe im neuen Kernsegment sowie Aktienrückkäufe und eventuell auch der Ausschüttung einer Sonderdividende.

Die Transformation des Geschäftes bringt einige Vorteile mit sich, weil der neue Geschäftsbereich deutlich höhere Gewinnmargen ermöglicht. Vorstandschef Hannes Niederhauser zeigte sich dann auch Anfang September vor diesem Hintergrund auf dem Capital Market Update 2022 sehr zuversichtlich gestimmt und sieht Kontron jetzt als wettbewerbsstarken IoT-Technologiekonzern, der in einem stark wachsenden Markt gerüstet für weiteres Wachstum sei.

Im Rahmen der Agenda 2025 strebt der Firmenchef ein Umsatzwachstum auf 2 Mrd. Euro bei deutlich verbesserter Profitabilität (über 6% Net Income Marge) an. Dies könnte den Gewinn je Aktie nach unseren Berechnungen in den kommenden Jahren somit auf nahezu zwei Euro je Aktie nach oben katapultieren (im Geschäftsjahr 2021 wurden 0,74 Euro je Aktie verdient). Der Aktienkurs dürfte damit Potential in Richtung 25 bis 30 Euro haben.

Diese Zukunftseinschätzung halten wir zwar nicht zuletzt aufgrund des schwierigen konjunkturellen Umfeldes für sehr ambitioniert. Doch Niederhauser lehnt sich mit dieser Prognose nicht nur weit aus dem Fenster, er handelt auch entsprechend und tätigte zuletzt beträchtliche Insiderkäufe. Dies macht seine Zuversicht bezüglich der künftigen Entwicklung glaubwürdiger.

Risikobereite Anleger können mit vorsichtiger Depotgewichtung eine Anfangsposition aufbauen. Zur Absicherung sollte dann ein Stopp auf Schlusskursbasis um 12 Euro vorgemerkt werden.

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