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Austria Börsenbrief
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HHLA-Terminalverkauf sollte Eurokai reif für die Entdeckung machen

22.09.2021 | Austria Börsenbrief Nr. 37/2021

Auch wenn eine ganze Reihe unserer Leser zu unse-rem Zukauflimit in Höhe von 35,00 Euro bei Eurokai (ISIN DE0005706535 – Euro 36,20) zum Zuge gekommen sind, gilt dies leider nicht für alle, weswegen wir die weitere Tranche von 150 Stück noch nicht in unser Musterdepot einbuchen und darauf hoffen, hier noch zum Zuge zu kommen. Am Dienstag veröffentlichte der Hamburger Mitbewerber HHLA (ISIN DE000A0S8488 – Euro 19,33), dass die Verhandlungen mit der chinesischen Staatsreederei Cosco über eine Beteili-gung an dem HHLA-Containerterminal Tollerort in der Hanse-stadt abgeschlossen sind und die Cosco-Hafenbeteiligungsgesellschaft eine Minderheitsbeteiligung von 35% erwirbt. Ein Preis für diese noch unter dem Vorbehalt verschiedener
wettbewerbs- und außenwirtschaftsrechtlicher Genehmigun-gen stehenden Akquisition wurde nicht genannt, aber die FAZ berichtet in ihrer Mittwochsausgabe, dass die Chinesen für die Beteiligung rund 100 Mio. Euro zahlen.Bezüglich dieses Preises geben wir zu bedenken, dass das Terminal Tollerort das kleinste der drei Hamburger HHLA-Terminals ist und gemäß Informationen von der diesjährigen HHLA-Hauptversammlung auch nicht zu den drei größten Konzernbeteiligungen der HHLA gehörte (neben den beiden HHLA-Terminals Burchardkai und Altenwerder zählte die Bahn-beteiligung Metrans noch zu den drei größten Beteiligungen). Trotzdem wird auf Basis der von der FAZ genannten Summe allein das Tollerort-Terminal (Kailänge 1.065 m, 14 Container-brücken) durch den Cosco-Einstieg mit rund 285 Mio. Euro bewertet. Das Eurogate Container Terminal in Hamburg (Kailänge 2.080 m, 24 Containerbrücken) ist deutlich größer und wertvoller, zumal hier auch noch die Option der Westerweiterung besteht. Allein das Hamburger Eurogate Terminal mit einem 2020er Umschlag von 2,2 Mio. TEU ist nach unserer Schätzung rund 400 bis 500 Mio. Euro wert. Nochmals etwas wertvoller sollten in Summe die Anteile an den Betreibergesellschaften der drei Terminals in Bremerhaven sein (2020er Um-schlag 4,8 Mio. TEU, wobei an zwei der drei Terminals Eurogate nur 50% hält).
Durchgerechnet auf den hälftigen Anteilsbesitz der Eurokai an der Eurogate sollten unserer Einschätzung nach allein die Aktivitäten in Hamburg und Bremerhaven einen Wert haben, der die aktuelle Marktkapitalisierung der gesamten Eurokai (aktuell 488 Mio. Euro) übersteigt. Dazu kommen in der Holding ein Nettocashbestand von zuletzt 168 Mio. Euro (rund 12 Euro je Aktie), der Mehrheitsbesitz an dem Cash Cow-Hafen im italienischen La Spezia (der allein im ersten Halbjahr 2021 ein EBIT von 30,1 Mio. Euro generierte) sowie Anteile an acht weiteren Terminals (neben dem Wilhelmshavener JadeWeserPort vor allem im Mittelmeerraum) sowie eine attraktive Pipeline an profitablen Wachstumsinitiativen.

Wie man es auch dreht und wendet: Die Eurokai-Aktie ist nicht nur vor dem Hintergrund des jüngst auf ein Rekordniveau gestiegenen RWI/ISL-Containerumschlag-Teilindex für die Nordrange (siehe Chart) massiv unterbewertet, so dass wir noch auf den einen oder anderen schwachen Börsentag hoffen, um mit unserer Zukauforder zum Zuge zu kommen.

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