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IBM-Schwäche zieht SAP mit nach unten
15.07.2026 | Austria Börsenbrief Nr. 28/2026SAP litt unter schwachen Geschäftszahlen des US-IT-Riesen IBM. Offenbar schichten die Kunden weltweit zunehmend ihre Budgets um: Statt Geld für traditionelle Unternehmenssoftware oder IT-Beratung auszugeben, fließt das Kapital in die Beschaffung von High-End-Hardware (Server, Speicher und extrem gefragte KI-Chips/HBM-Speicher), um die nötige Infrastruktur für das Training von KI-Modellen aufzubauen und den erwarteten Preiserhöhungen zuvorzukommen. So begründete jedenfalls IBM-Chef Arvind Krishna die schwachen Zahlen. Dies führte zu Kursdruck im gesamten Sektor der IT- und Softwaretitel. Der Aktienkurs des deutschen DAX-Schwergewichtes sackte spürbar ab.
Unsere Einschätzung: Trotz des anhaltenden Kursschwäche sehen wir SAP weiterhin sehr gut positioniert, um den durch die Künstliche Intelligenz ausgelösten Marktveränderungen trotzen zu können. Begründung: Der deutsche Softwareprimus ist sehr tief in die Geschäftsprozesse der Kunden integriert, was kaum in absehbarer Zeit durch KI-Konkurrenz angefochten werden kann. Zudem hat SAP durchaus die Zeichen der Zeit erkannt und integriert KI-Lösungen zunehmend in seine Anwendungen. Wir sehen den Softwaretitel auf sehr attraktivem Kursniveau, würden vor Zukäufen jedoch eine charttechnische Stabilisierung abwarten. Halten.
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