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DAX klettert trotz ausgebremster Konjunktur in Richtung Rekordhoch

27.05.2026 | Austria Börsenbrief Nr. 21/2026

Die Folgen des Iran-Krieges bremsen die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Bundesbank im laufenden Quartal aus. Insgesamt sei aus heutiger Sicht mit einer Stagnation zu rechnen, schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht Mai. Zwar sollte die befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel im Mai und Juni für etwas Entlastung sorgen. Es sei jedoch zu erwarten, dass sich die höheren Energie-, Produktions- und Transportkosten nach und nach auf die Preise für Nahrungsmittel sowie einzelne Dienstleistungen auswirken. Die infolge des Krieges im Nahen Osten gestiegenen Zinsen seien ein weiterer Belastungsfaktor für private Investitionen. Wir meinen: Auch der zuletzt leicht gestiegene Ifo-Index ändert wenig an dem negativen Wirtschaftstrend in Deutschland. Eine Entspannung im Iran-Konflikt mit einem nachhaltigen Absinken der Energiepreise wäre ein erster wichtiger Schritt, der jedoch nichts an den strukturellen Problemen ändert, die sich in den letzten Jahren am Wirtschaftsstandort Deutschland aufgebaut haben. Ein positiveres Bild als die deutsche Wettbewerbsfähigkeit zeigt aktuell der DAX, der am Montag angetrieben durch die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Konflikts bis nahe an das Rekordhoch von 25.507 Punkten nach oben kletterte. Die Technologietitel entwickeln sich derzeit deutlich besser als der Gesamtmarkt. So ist der TecDAX bereits auf ein neues Rekordhoch nach oben ausgebrochen. 

Wir meinen: Selektiv bietet der Aktienmarkt weitere Chancen, doch in der Breite sieht das Chance-Risiko-Verhältnis angesichts bereits teilweise hoher Bewertungen und steigender Zinsen im historischen Vergleich nicht mehr sonderlich verlockend aus.

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