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Allgeier: Hohes Wachstumstempo dürfte anhalten - Schwächephasen zum Kaufen nützen!

25.08.2021 | Aktien-Spezialwerte Nr. 17/2021

Allgeier hat jüngst den Halbjahresbericht 2021 vorgelegt, der die vorläufig veröffentlichten Zahlen (wir berichteten) bestätigte. Auffällig am Zahlenwerk ist, dass Allgeier trotz der drei im ersten Halbjahr durchgeführten Akquisitionen (eine vierte wurde bereits im Juli bekannt gegeben) per 30.06.2021 immer noch in etwa nettocashneutral war, denn liquiden Mitteln von 69,2 Mio. Euro standen Finanzschulden von 67,0 Mio. Euro gegenüber. Über die liquiden Mittel hinaus verfügt Allgeier weiterhin über einiges an Feuerkraft, um die anorganische Wachstumsstrategie weiter voranzutreiben, denn von dem im Geschäftsjahr 2020 neu abgeschlossenen Kreditrahmen von 140 Mio. Euro waren zum 30. Juni 2021 erst 57,0 Mio. Euro gezogen, so dass hier noch bis zu weitere 83 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Zieht man von der Summe an liquiden Mitteln und den noch frei verfügbaren Kreditlinien die Anfang Juli 2021 geleistete Kaufpreiszahlung in Höhe von 19,4 Mio. Euro für den Erwerb der it-novum GmbH ab, besteht immer noch ein rechnerischer Puffer von 132,8 Mio. Euro. Dazu kommt der Zufluss stetig neuer Mittel, die das cashflowstarke und wenig kapitalintensive Geschäftsmodell selbst abwirft. Auch wenn die Kaufpreis-Multiples zuletzt etwas angestiegen sind, haben wir weiter großes Zutrauen in das M&A-Team, dass auch die weiteren noch zu erwartenden Akquisitionen Werte für die Aktionäre schaffen werden.

Bereits mit der aktuellen Aufstellung sehen wir Allgeier operativ hervorragend aufgestellt, um von den IT-Trends der nächsten Jahre zu profitieren. Insbesondere in der öffentlichen Verwaltung, in der Allgeier seine Marktposition seit vielen Jahren ausbaut, rechnen die Münchner mit einem weiteren Nachfrageschub. So schreibt beispielsweise das Onlinezugangsgesetz (OZG) vor, dass Bund, Länder und Kommunen bis Ende Dezember 2022 rund 575 Dienstleistungen digital zugänglich machen müssen. Die Bundesregierung gibt zudem an, dass der Bund bis 2025 die Beschaffung seiner Verwaltungs-IT bündeln und die Informationstechnik konsolidieren soll, um Sicherheit und Effizienz zu erhöhen und den Anforderungen einer digitalen Verwaltung gewachsen zu sein. Vor allem die Perle im Allgeier-Konzern, die mit sehr guten Margen arbeitende mgm technology partners ist für künftiges Zusatzgeschäft mit öffentlichen Auftraggebern sehr gut aufgestellt. mgm steht als Technologiepartner und Entwickler auch hinter der elektronischen Steuererklärung in Deutschland. Heute übermitteln mehr als 23 Millionen Bürger und mehr als fünf Millionen Unternehmen Daten über von mgm entwickelte Software, wobei sämtliche kommerziellen Steuersparprogramme die ELSTER-Authentifizierung verwenden. Dabei ist zu bedenken, dass modulare Teile aus dem ELSTER-Ökosystem auch bei weiteren E-Government-Lösungen eine große Rolle spielen (werden). Auch in anderen Konzernteilen verfügt Allgeier über eine ganze Reihe von selbstentwickelten Softwarelösungs-Bausteinen, die Alleinstellungsmerkmale im Wettbewerb bieten.

Alles in allem bestehen nicht nur auf Basis der jüngst angehobenen 2021er Gesamtjahresguidance (Umsatzkorridor nun 380 Mio. und 420 Mio. Euro anstatt zuvor 360 Mio. bis 400 Mio. Euro und EBITDA-Korridor nun 39 Mio. bis 43 Mio. Euro anstatt zuvor 31 Mio. bis 35 Mio. Euro) sehr gute Gründe, bei Allgeier optimistisch in die Zukunft zu blicken. Wir sehen die Aktie als hervorragendes Langfristinvestment, das aktuelle Kursziel bei 29 Euro und die Aktie in Schwächephasen als klaren Kauf.

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