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Allgeier verdoppelt Dividende auf 1,00 Euro je Aktie

20.05.2026 | Aktien-Spezialwerte Nr. 10/2026

Allgeier hat im ersten Quartal 2026 im fortgeführten Geschäft ein Umsatzplus von 9 % auf 87 Mio. Euro (Vorjahr: 79 Mio.) und ein bereinigtes EBITDA von 9,1 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio.), entsprechend einer bereinigten EBITDA-Marge von 10,3 % (Vorjahr: 11,0 %) erzielt. Damit ist der Jahresstart durchaus gelungen. Überrascht haben uns bei Allgeier zuletzt zwei Dinge. Erstens die Absicht, die auf die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung spezialisierte Tochtergesellschaft publicplan bis Ende 2026 zu veräußern. Bereits im 2025er Geschäftsbericht wurden die Vermögenswerte und Schulden der publicplan jeweils in einer Zeile zusammengefasst und als „zur Veräußerung“ ausgewiesen. Das Management geht davon aus, mit dem Verkauf einen Veräußerungspreis oberhalb des Nettovermögens, mithin einen Veräußerungsgewinn erzielen zu können. An sich sehen wir in der publicplan, die seit 15 Jahren webbasierte E-Government-Lösungen mit Open-Source-Technologien umsetzt, eine langfristig sehr interessante Beteiligung, aber zuletzt sorgte publicplan aufgrund schlecht planbarer Abrufe für deutliche Verluste. 2025 sank der publicplan-Umsatz auf 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 31,0 Mio.) bei einem EBITDA von -7,2 Mio. Euro (Vorjahr: -0,3 Mio.) und sorgte dafür, dass die ansonsten erfreuliche Entwicklung im Allgeier-Konzern getrübt wurde. Das Allgeier-Management hat über viele Jahre ein sehr gutes Händchen sowohl bei Unternehmenskäufen als auch bei Desinvestments bewiesen, weswegen wir auch bei der publicplan mit einem für die Aktionäre letztendlich erfreulichen Exit rechnen.

Die zweite Überraschung bestand für uns in einem verdoppelten Dividendenvorschlag von 1,00 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,50) für die am 30. Juni stattfindende Hauptversammlung. Hintergrund der Dividendenerhöhung ist der erfolgreiche Verkauf des IT-Infrastruktur-Managed-Service-Geschäfts im Geschäftsjahr 2025, welcher einen Cash-Zufluss von ca. 76 Mio. Euro einbrachte. Die erhöhte Dividende sowie das Ende April beendete Aktienrückkaufprogramm zeigen, dass Allgeier weiterhin eine sehr aktionärsfreundliche Kapitalallokation betreibt. Die 2026er Prognose für das fortgeführte Geschäft (Umsatz 350 Mio. bis 390 Mio. Euro, bereinigtes EBITDA zwischen 47 Mio. und 53 Mio. Euro mit einer entsprechenden bereinigten EBITDA-Marge von 13,0 % bis 13,5 %) wurde mit den Q1-Zahlen bestätigt.

Bereits der 2025er Geschäftsbericht kommuniziert recht klar den Weg der Allgeier hin zu einer Fokussierung auf KI-basierte Plattformtechnologien und Softwarelösungen. Nachdem die Aktie mit dem Auslaufen des Aktienrückkaufprogramms erst einmal schwächer tendierte, brachten die letzten Tage eine Erholung, die charttechnisch ermutigt. 

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