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Themen des Aktien-Spezialwerte Nr. 10/2022

Designelement

Die historisch günstige Bewertung deutscher Aktien

18.05.2022 | Aktien-Spezialwerte Nr. 10/2022

Aktuell überwiegt an den Aktienmärkten der Blick auf die Risiken. Der unsägliche Krieg in der Ukraine, die Corona-Lockdowns in China, die bekannten Lieferkettenprobleme, sowie die in den letzten Monaten deutlich angestiegenen Inflationsraten und Zinsen machen bei vielen Anlegern jede Zuversicht zunichte. So zeigt der bekannte CNN Fear & Greed Index (Angst und Gier Index) „Extreme Angst“ an und auch einige andere Anlegerstimmungsindikatoren notieren auf mehrjährigen Tiefs. Es dürfte nur noch sehr wenige hiesige Anleger geben, die sich nicht aus Angst vor einem Embargo russischen Gases inzwischen deutlich defensiver positioniert haben. Rezessions- und Krisenstimmung haben sich längst breit gemacht. Wer sich vor allem auf die tägliche Nachrichtenlage konzentriert, dagegen aber weniger auf die fundamentale Bewertungsseite der Aktienmärkte und langfristige Trends schaut, neigt dazu, in Krisenzeiten besonders vorsichtig zu werden. Antizyklische Investoren wie beispielsweise Warren Buffett sehen Krisenzeiten dagegen eher als langfristige Kaufgelegenheiten und fahren zu solchen Gelegenheiten ihre Investitionsquoten eher hoch anstatt herunter.

Peter E. Huber von der Anlagegesellschaft Taunus Trust weist dieser Tage darauf hin, dass deutsche Aktien aktuell ca. 30% unterhalb ihrer fairen Werte notieren. Auf Basis der Shiller-KGVs, also der um zyklische Schwankungen bereinigten KGVs sowie der Kurs-Buchwert-Verhältnisse können faire Wert auch für ganze Märkte ermittelt werden. Die fairen Werte klettern fortschrittsbedingt mit einer prosperienden Wirtschaft langfristig nach oben, wobei die Kurse mehr oder weniger stark um diese fairen Werte herum schwanken.

Weichen die Kurse zu stark von der Mitte des fairen Bewertungskorridors nach oben ab (wie zuletzt um die Jahrtausendwende und kurzzeitig 2007), so ergeben sich gute Ausstiegschancen. Weichen die Kurse dagegen zu stark von der Mitte des fairen Bewertungskorridors nach unten ab, so ergeben sich besondere Kaufgelegenheiten, wie im Tief nach der Finanzkrise 2009, in der Eurokrise 2011, Anfang 2016 und zuletzt deutlicher inmitten des Corona-Crashs im Frühjahr 2020 (als Aktien Spezialwerte mit gleich vier Neuaufnahmen massiv auf der Kaufseite stand). Aktuell haben sich deutsche Aktien – auch bedingt durch die aktuelle Ausverkaufsstimmung - wieder dem unteren Rand des fairen Bewertungskorridors genähert und sind demnach vergleichsweise günstig. Ob sie noch deutlich günstiger werden, vermag niemand sicher vorherzusagen. Die Lehre aus der Historie bleibt dennoch klar: Krisenzeiten sind und bleiben in langfristiger Hinsicht die besten Kaufzeiten!

 

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