Bis 2030 das arbeitsfreie Zusatzeinkommen verdoppeln: 9 Dividenden-Aktien bieten das Potenzial dazu

Haben Sie sich schon überlegt, wer im Jahr 2030 Ihren Sommerurlaub oder die gestiegenen Nebenkosten bezahlt? Basierend auf Daten aus einer Studie von Goldman Sachs könnten das die Schwergewichte aus dem EURO STOXX 50 Index übernehmen. Im Blog erfahren Sie die Namen dieser Dividendenschätze.

Die globalen Rahmenbedingungen für Dividendenjäger gestalten sich weiterhin gut: Laut dem aktuellen Dividendenradar der Capital Group sind die weltweiten Ausschüttungen stark ins Jahr gestartet – sie kletterten im ersten Quartal um 8,2 % auf den historischen Rekordwert von 419 Mrd. Dollar. Selbst wenn man Sonder-Effekte herausrechnet, bleibt ein ansehnliches Kernwachstum von 5,2 %.

Das Ausschüttungswachstum in Europa fällt zwar etwas moderater aus, aber das bedeutet nicht, dass direkt vor unserer Haustür nicht ebenfalls einige interessante Dividenden-Aktien zu finden sind. Dank einer guten Quartalsberichtssaison verfügen etliche Konzerne über viel Geld. Das Besondere dabei: Viele Unternehmen schütten nicht nur jetzt viel aus, sondern planen, ihre Dividenden bis 2030 deutlich zu steigern.

Eine sehr hilfreiche Übersicht dazu liefert eine Studie von Goldman Sachs. Denn diese liefert unter anderem Hinweise darauf, bei welchen europäischen Standardwerten sich die Ausschüttungsprofile in den kommenden Jahren besonders dynamisch entwickeln könnten. Die US-Investmentbank vergleicht dabei die aktuellen Markterwartungen für europäische Dividenden-Aktien mit ihren eigenen Dividendenschätzungen und analysiert zusätzlich die Entwicklung einzelner Unternehmen und Sektoren.

Wir haben uns die Angaben näher angesehen und gezielt nach Aktien gesucht, bei denen den gemachten Angaben zufolge in den nächsten Jahren deutlich steigende Zahlungen winken. Um zu beurteilen, was ein Investment in einige dieser Titel für Ihre Haushaltskasse bedeuten könnte, haben wir den Taschenrechner herausgeholt und das Dividendenmodell von Goldman Sachs für Sie aufbereitet.

Das unterstellte Szenario: Sie investieren heute (oder besitzen bereits) eine Position von exakt 25.000 Euro pro Aktie.

Modell-Rechnung: Erträge im Überblick

Hinweis zu den Stückzahlen: Die Aktienanzahl wurde kaufmännisch gerundet. Die Einnahmen basieren auf den exakten (auch ungerundeten) Anteilen aus dem 25.000-Euro-Investment.

Die 4 Strategien im Detail

1. Die „Sofort-Zündung“: Maximale Auszahlung bis 2030

Europas Banken befinden sich in einer historischen Phase. Goldman Sachs berichtet, dass mehrere Institute Kurs auf sogenannte „Full Distribution Models“ nehmen – sie wollen also nahezu 100 % ihrer Gewinne über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgeben.

● UniCredit (ISIN: IT0005239360, Kurs am 29.05.26: 74,24 Euro)

  • Ihre 25.000 Euro Position bringt Ihnen rund 336 Aktien
  • Die Story: Nach einer starken Geschäftsentwicklung schaltet die italienische Großbank bei den Ausschüttungen den Turbo ein. Für das Jahr 2025 prognostiziert Goldman Sachs bereits eine Dividende von 2,90 Euro je Aktie. Bis zum Jahr 2030 soll dieser Wert kontinuierlich auf 6,00 Euro steigen – das ist mehr als eine Verdopplung!
     

● BBVA (ISIN: ES0113211835, Kurs am 29.05.26: 20,11 Euro)

  • Ihre 25.000 Euro Position bringt Ihnen rund 1.243 Aktien
  • Die Story: Goldman Sachs prognostiziert, dass die Dividende je Aktie von 0,70 Euro auf 1,60 Euro im Jahr 2030 steigt. Für Ihre Haushaltskasse bedeutet das: Aus 870,21 Euro im Jahr 2025 werden bis 2030 satte 1.989,06 Euro jährliche Überweisung. Ihre persönliche Rendite auf den Einstandspreis (Yield on Cost) springt auf starke 8,0%!

 

2. Das „Adels-Fundament“: Sicherheit trifft Verdopplung

Sie wollen nachts ruhig schlafen, aber trotzdem der Inflation davonlaufen? Dann sind die defensiven Giganten Ihre Wahl. Hier glänzen vor allem große europäische Traditionskonzerne mit krisenresistenten Geschäftsmodellen.

● Deutsche Telekom (ISIN: DE0005557508, Kurs am 29.05.26: 28,86 Euro)

  • Ihre 25.000 € Position bringt Ihnen rund 866 Aktien
  • Die Story: Die T-Aktie entpuppt sich im Goldman-Modell als heimlicher Champion. Die Dividende soll sich von 0,90 Euro auf 1,90 Euro mehr als verdoppeln. Ihre Haushaltskasse freut sich: Im Jahr 2030 fließen 1.645,88 Euro aufs Konto (6,6% persönliche Rendite) – ein massives Upgrade zu den heutigen Erträgen.
     

Allianz (ISIN: DE0008404005, Kurs am 29.05.26: 381,60 Euro)

  • Ihre 25.000 Euro Position bringt Ihnen rund 65 Aktien
  • Die Story: Der Fels in der Brandung. Von 15,40 Euro klettert die Ausschüttung je Aktie laut Prognose stetig auf 23,60 Euro. Ihre jährliche Zahlung steigt von rund 1.009 Euro auf verlässliche 1.546,12 Euro im Jahr 2030 an.
     

● TotalEnergies (ISIN: FR0000120271, Kurs am 29.05.26: 75,18 Euro)

  • Ihre 25.000 Euro Position bringt Ihnen rund 332 Aktien
  • Die Story: Der Energie-Riese hat seine Zwischendividende zuletzt kontinuierlich angehoben. Bis 2030 steigt die Dividende im Modell von 3,40 Euro auf 4,20 Euro je Aktie. Das bringt Ihnen krisensichere und inflationsgeschützte 1.396,65 Euro im Jahr.

 

3. Die „Wachstums-Explosion“: Die Zinseszins-Rakete

Manche Unternehmen wirken heute optisch „teuer“ und bieten im Verhältnis zum Aktienkurs eine niedrige Einstiegsrendite. Wer aber genau hinschaut, erkennt das enorme Wachstumspotenzial bei den Dividenden von morgen.

Rheinmetall (ISIN: DE0007030009, Kurs am 29.05.26: 1.293,40 Euro)

  • Ihre 25.000 Euro Position bringt Ihnen rund 19 Aktien
  • Die Story: Goldman verweist auf das phänomenale operative Wachstum des Rüstungs- und Technologiekonzerns. Die Dividende je Aktie soll von 8,10 Euro auf stolze 47,50 Euro im Jahr 2030 steigen – fast eine Versechsfachung! Wer heute einsteigt, bekommt anfangs zwar nur moderate 156,56 Euro, bis 2030 schwillt diese Summe aber auf 918,12 Euro pro Jahr an.
     

ASML Holding (ISIN: NL0010273215, Kurs am 29.05.26: 1.384,80 Euro)

  • Ihre 25.000 Euro Position bringt Ihnen rund 18 Aktien
  • Die Story: Der niederländische Tech-Gigant ist die unangefochtene Nummer eins bei Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie. Obwohl die Einstiegsrendite mit einer Dividende von 6,60 Euro für 2025 gering ausfällt, prognostiziert das Modell bis 2030 einen Sprung auf 15,00 Euro je Aktie. Das bedeutet ein Wachstum des jährlichen Ertrags auf 270,80 Euro – ideal für Anleger, die Kursgewinne mit dynamischem Dividendenwachstum kombinieren wollen.

 

4. Die „Turnaround“-Wette: Von Null auf Hundert

Manche Konzerne nutzen die aktuelle Phase zur Sanierung oder Bewältigung von Krisen, um danach wie ein Phönix aus der Asche zu steigen. Das erfordert Mut, bietet aber hohe Hebel.

● Bayer (ISIN: DE000BAY0017, Kurs am 29.05.26: 36,53 Euro)

  • Ihre 25.000 Euro Position bringt Ihnen rund 684 Aktien
  • Die Story: Der Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern hat harte Zeiten hinter sich und die Dividende auf das gesetzliche Minimum von 0,10 Euro zusammengestrichen. Gelingt der Turnaround, erwartet Goldman Sachs bis 2030 eine Erholung der Ausschüttung auf 1,40 Euro je Aktie. Ihre Einnahmen würden sich damit von mageren 68,44 Euro auf beachtliche 958,12 Euro pro Jahr vervielfachen.
     

Siemens Energy (ISIN: DE000ENER6Y0, Kurs am 29.05.26: 163,24 Euro)

  • Ihre 25.000 Euro Position bringt Ihnen rund 153 Aktien
  • Die Story: Für 2025 steht hier beim Thema Dividende im Modell noch die Null. Doch die fundamentale Wende läuft bereits heiß. Bis 2030 prognostiziert Goldman Sachs einen Sprung auf 5,00 Euro Ausschüttung je Aktie. Wer die Geduld aufbringt, wird 2030 mit 765,74 Euro jährlicher Ausschüttung belohnt, die es heute schlicht noch gar nicht gibt.

Die 4 Strategien im strategischen Vergleich