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DAX mit einem moderaten Wochenplus - Von der EZB-Sitzung ist kein Zinsschritt zu erwarten
15.12.2025 | Money Mail Nr. 100/2025Der deutsche Aktienmarkt verbucht in der Vorwoche Gewinne. Jedenfalls stieg der Dax im Wochenvergleich um 0,7 %. Bei einem am Freitag erreichten Schlussstand von 24.186,49 Punkten hat sich der deutsche Leitindex noch etwas näher an das obere Ende der zuletzt gültigen Seitwärtsrange herangeschoben.
Um neue, potenziell nachhaltige Impulse setzen zu können kommt es aber wie immer darauf an, aus den zuletzt gültigen Begrenzungen auszubrechen. Nach oben hin ist dabei eine der entscheidenden Marken das Schlussrekordhoch bei 24.611,25 Punkten. Ein überzeugender Sprung darüber würde den Weg frei machen für prozyklische Anschlussgewinne. Bei einem Scheitern an dieser Aufgabe droht dagegen eine Topbildung.
Für welche Richtung sich der Markt letztlich entscheidet, wagen wir aktuell ehrlich gesagt nicht zu prognostizieren. Sorgen bereitet uns vor allem die Beobachtung, dass die Zweifel an der Hausse bei den KI-Aktien wachsen. Der technologielastige Nasdaq-Composite Index ist deswegen am Freitag jedenfalls deutlich abgesackt. Abgesehen davon stellt sich die Frage, wie zukunftsträchtig die derzeitige Koalitionsregierung in Deutschland ist und wann sich endlich die Stimmung in der in Europa bedeutendsten Volkswirtschaft überzeugend verbessert.
Viele professionelle Marktteilnehmer blicken zwar zuversichtlich auf 2026. So geht die Commerzbank mit vorsichtigem Optimismus in das Jahr 2026. Für die Dax-Unternehmensgewinne hält das Kreditinstitut ein Gewinnwachstum von 6 % bis 8 % für wahrscheinlich, während sich die Dax-Bewertungskennzahlen wie das KGV auf hohem Niveau seitwärts bewegen dürften. Auch im kommenden Jahr dürften Dax-Investoren während zwei oder drei DAX-Konsolidierungen, in denen die implizite DAX-Volatilität VDAX wahrscheinlich jeweils deutlich über 20 springen wird, Nachkaufgelegenheiten bekommen, so das Urteil der Commerzbank.
Damit diese Rechnung aufgeht, darf aber vermutlich die KI-Hausse nicht platzen und die Konjunktur in Deutschland endlich Fahrt aufnehmen. Kurzfristig mit Blick auf die nächsten Handelstage zeigt ein Blick auf den Terminkalender, dass sich in der neuen Woche mehrere Türchen im Kalender der USA öffnen.
Von besonderer Relevanz sind dabei laut Hessischer Landesbank die Verbraucherpreise für November. Da aufgrund des „Shutdowns“ die Preise im Oktober nicht erhoben wurden, werden diese allerdings ohne Vormonatsveränderung veröffentlicht. Außerdem erwarten uns die Beschäftigungszahlen und die Arbeitslosenquote, die durch den Regierungsstillstand ebenfalls verzerrt sein werden. Aufgrund der aktuellen Unschärfe der US-Zahlen lassen sich daraus nur bedingt Rückschlüsse ziehen, so das zuvor zitierte Institut.
Aus Deutschland stehen die Einkaufsmanagerindizes, das ifo-Geschäftsklima und die ZEW-Konjunkturerwartungen an. Bei der Sitzung der EZB erwartet die Hessische Landesbank keinen Zinsschritt, aber dafür eine Leitzinssenkung der Bank of England auf 3,75 % und von der Bank of Japan eine Erhöhung auf 0,75 %.
Am Freitag steht außerdem ein großer Verfall an der Terminbörse an – denn es laufen am Mittag Optionen und Futures auf die Indizes an, sowie am Freitagabend die Optionen auf die Einzelaktien – ein Ereignis, das theoretisch stets die Kraft hat, die Kurse deutlicher ausschlagen zu lassen.
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