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Init innovation in traffic systems SE steht hoffentlich vor dem Wandel zum Cash- Generator
04.12.2025 | Money Mail Nr. 097/2025Dieser Mitfavorit von uns befindet sich in einer strategischen Schlüsselphase, die von Analysten als Übergang von der Investitions- zur Cash-Generierungsphase beschrieben wird. Der Software- und Systemanbieter für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) profitiert von den globalen Megatrends der Digitalisierung und Dekarbonisierung. Der jüngste Bericht der Berenberg Bank (vom 27. November 2025) bestätigt diese positive Einschätzung mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 61,00 Euro, was ein signifikantes Kurspotenzial impliziert. Die zentrale These der Analysten lautet: Die Märkte haben die bevorstehende Wende beim freien Cashflow noch nicht vollständig eingepreist.
Die aktuelle strategische und operative Faktenlage: Operativ präsentiert sich Init in guter Verfassung. Das Unternehmen kann auf einen historisch rekordhohen Auftragsbestand verweisen, der die Umsätze für die kommenden Jahre auf stabilem Niveau sichert und dem Geschäft eine hohe Visibilität verleiht. Zuletzt untermauerte Init seine Technologieführerschaft durch den Gewinn von zwei der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte, darunter ein 180 Mio. Dollar Deal in den USA sowie einen 80 Mio. britische Pfund schweren Auftrag in Großbritannien. Diese Erfolge belegen die überlegene Wettbewerbsfähigkeit im Bereich des E-Flottenmanagements und des Smart-Ticketing (insbesondere Account-Based-Ticketing).
Strategisch konzentriert sich Init auf den Ausbau zukunftsorientierter Technologien, wie das Management von E-Bus-Flotten und KI-gestützter Betriebssteuerung, und stärkt seine Marktposition durch gezielte Akquisitionen, wie die jüngste Übernahme eines deutschen Anbieters für Vertriebs- und Kundenmanagementsysteme im ÖPNV. Diese Schritte dienen dazu, die bereits große installierte Basis bei über 1.400 Verkehrsbetreibern weltweit weiter zu festigen, aus der Init einen hohen Anteil wiederkehrender Umsätze generiert. Die Notierung im Prime Standard der Deutschen Börse gewährleistet dabei die höchste Transparenz für Investoren.
Erwartete Wende bei Profitabilität und Cash-Flow: Die kurzfristige Ergebnisdynamik wurde in den letzten Jahren durch hohe Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen (F&E) sowie Integrationskosten aus Akquisitionen gedämpft. Init musste hohe Summen investieren, um seine Produkte für die Cloud- und KI-Ära zukunftsfähig zu machen. Diese Belastungen führten unter anderem auch zu einer vorgeschlagenen Reduzierung der Dividende auf 0,20 Euro pro Aktie, da Mittel für das Wachstum im Unternehmen verbleiben sollen.
Die Berenberg Bank sieht diesen Investitionszyklus jedoch als weitgehend abgeschlossen an. Das Management wird nun voraussichtlich die Vorteile der getätigten Investitionen ernten. Die Analysten prognostizieren im Rahmen der eben aufgenommenen Abdeckung dieses Titels, dass die EBIT-Marge, die 2024 noch bei etwa 9,2 % lag, bis 2027 auf 12,0 % steigen wird. Noch wichtiger ist die erwartete Explosion des freien Cashflows. Nachdem dieser pro Aktie 2024 aufgrund der hohen Investitionstätigkeit noch negativ war (bei -0,74 Euro), soll er bis 2027 voraussichtlich signifikant auf 3,25 Euro pro Aktie steigen. Diese starke Cash-Generierung soll der Hauptkatalysator für eine Neubewertung der Aktie sein.
Risiken und Ausblick: Für Anleger ist die Überprüfung der Quartalsberichte auf die Einhaltung der Margen- und Cash- Flow-Ziele entscheidend. Sollte der prognostizierte Anstieg der Profitabilität ausbleiben, könnte die Investmentthese gefährdet sein. Wesentliche Risiken bestehen im verstärkten Wettbewerb, der zu Preisdruck führen kann, sowie im Währungsrisiko, da Großaufträge oft in US-Dollar oder britischen Pfund denominiert sind. Darüber hinaus bleibt das Unternehmen von politischen Entscheidungen und den Investitionsbudgets öffentlicher Träger abhängig.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Init operativ hervorragend aufgestellt ist und die Grundlagen für ein starkes mehrjähriges Wachstum gelegt hat. Die strategischen Investitionen in F&E und die beeindruckenden Auftragserfolge lassen Analysten auf eine signifikante Erholung der Profitabilität und des freien Cashflows schließen, was das Kurspotenzial maßgeblich untermauert. Wir bleiben bei diesem Wert investiert, denn wir in Ausgabe 28/24 zu Kursen von 38,00 Euro vorgestellt hatten und bei dem wir bisher Bruttodividenden von kumuliert 1,50 Euro je Aktie vereinnahmen konnten.
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