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Jüngste Schwäche der Techaktien: Die DZ Bank sieht darin eine vorübergehende Konsolidierung innerhalb eines intakten langfristigen Aufwärtstrends
24.11.2025 | Money Mail Nr. 094/2025Die Aktienmärkte haben in den vergangenen Tagen spürbare Verluste verzeichnet. Der Rückgang hat die Frage neu aufgeworfen, ob sich der Markt bereits in einer überzogenen Phase rund um das Thema künstliche Intelligenz befindet oder ob es sich um eine normale Korrektur in einem intakten Trend handelt. Eine eindeutige Antwort darauf gibt es laut DZ Bank nicht. Einige Unternehmen werden zu Bewertungen gehandelt, die stark auf optimistischen Erwartungen beruhen. Die großen Technologiekonzerne verfügen hingegen über etablierte Geschäftsfelder in Bereichen wie
Cloud-Infrastruktur und Rechenleistung, die zunehmend durch KI-Anwendungen ergänzt werden.
In diesem Spannungsfeld haben sich die Märkte zuletzt neu sortiert. Schon vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen von Nvidia war die Marktstimmung angespannt. Die robusten Ergebnisse des Konzerns führten jedoch nicht zu einer nachhaltigen Entlastung, da Anleger weiterhin die kurzfristige Ertragskraft einzelner Technologiebereiche anzweifeln und zugleich die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung der Federal Reserve
zurückgegangen sind. Damit verlor ein zentraler Hoffnungstreiber der vergangenen Monate an Gewicht.
Die Kursentwicklung der wichtigsten Indizes bestätigt diese Einschätzung. So hat derDAX seit Anfang Oktober spürbar nachgegeben, der stärker wachstumsorientierte TecDAX verlor sogar noch deutlicher. In den USA verzeichnete der S&P 500 moderate Rückgänge, während der Nasdaq empfindlicher reagierte. Auch die „Magnificent Seven“ konnten sich diesem Trend nicht entziehen, hielten sich aber besser als der Gesamtindex, was ihre hohe Ertragskraft unterstreicht. Trotz der jüngsten Abgaben bleibt eine differenzierte Bewertungnotwendig. Besonders anfällig sind Geschäftsmodelle ohne belastbare Profitabilität und mit weit in der Zukunft liegenden Ertragsperspektiven. Höhere Finanzierungskosten treffen diese Unternehmen besonders stark, was die aktuellen Rücksetzer erklärt. Dagegen erwiesen sich profitable Technologiekonzerne als deutlich widerstandsfähiger.
Vor diesem Hintergrund handelt es sich aus Sicht der DZ Bank weniger um das Platzen einer Blase als um eine gezielte Marktbereinigung, die vor allem spekulative Titel betrifft. Die Volatilität dürfte bis zur nächsten Sitzung der Federal Reserve erhöht bleiben. Insgesamt deutet alles auf eine Phase der
Neujustierung hin, in der stärker zwischen solider Substanz und ambitionierten Zukunftserwartungen unterschieden wird. Vorsicht ist vor allem in unprofitablen Technologiebereichen geboten, etwa im Quantencomputing, dessen Bewertungen zuletzt stark von Narrativen geprägt waren, so das Urteil.
Anmerkung der Redaktion: Aus unserer Sicht ist offen, ob sich die jüngsten Verluste noch ausweiten oder sich die Notierungen schon bald wieder befestigen. Eigentlich gingen wir bisher davon aus, dass sich der KI-getriebene Aufschwung auch im kommenden Jahr noch weiter fortsetzen kann. Zu unserer Basisannahme zählt aber auch, dass es irgendwann auch wieder zu einer Baisse kommt. Das Problem dabei ist, dass nie genau vorherzusagen ist, wann eine Blase platzt. Folglich erscheint uns alles möglich zu sein. Momentan handeln wir aber noch nach dem Motto „Im Zweifel
für den Angeklagten“.
Das heißt, wir haben den Bullenmarkt noch nicht abgeschrieben. Wobei das auch damit zu tun hat, dass wir davon ausgehen, dass die Fed wieder mit einer expansiven Geldpolitik einspringen wird, sobald es an den Weltbörsen richtig mulmig werden sollte.
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