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Bayer zwischen Rechtsstreitigkeiten und Hoffnung auf Neubeginn
10.06.2025 | Money Mail Nr. 046/2025Diese Altempfehlung von uns zeigt neuerdings Zeichen einer Erholung, nachdem der Kurs in den vergangenen Jahren erheblich unter Druck stand. Maßgeblich geprägt wird das Geschehen rund um diesen Titel durch die Altlasten der Monsanto-Übernahme. Allen voran ist hier das Thema Glyphosat zu nennen, das seit dem ersten Prozessverlust im Jahr 2018 zu einer Flut von Klagen und milliardenschweren Rückstellungen bei dem Agrarchemie- und Pharmakonzern geführt hat.
Diese Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichtungsmittel Roundup haben die Aktie kontinuierlich belastet. Für den jüngsten Kursverlauf waren hier vor allem Entwicklungen relevant, die eine mögliche Entspannung signalisierten. So merkten die Analysten von Goldman Sachs jüngst an, dass das Risiko-Ertrags-Verhältnis mit Blick auf die Rechtsstreitigkeiten im Jahr 2025 nun günstiger aussehe, was auf eine sich abzeichnende Wende in diesem Bereich hindeuten könnte.
Weitere Rechtsstreitigkeiten und Konzernstrategie: Zusätzlich zu Glyphosat hat Bayer in jüngster Zeit weitere gerichtliche Herausforderungen bewältigen müssen, darunter Prozesse um PCB-Kontaminationen. Hier zeichnen sich ebenfalls Fortschritte ab, die zur Entlastung beitragen könnten. Anleger achten zudem genau auf die Dividendenausschüttungen und die Möglichkeit einer möglichen Konzernaufspaltung. Während eine Aufspaltung der drei Sparten (Pharma, Consumer Health, Crop Science) vonseiten des Managements bislang abgelehnt wird, bleibt sie ein wiederkehrendes Thema an der Börse.
Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen intensiv an seiner Zukunftsfähigkeit. Eine neue Strategie bis 2027 unter dem Organisationsmodell „Dynamic Shared Ownership“ (DSO) soll Bayer agiler und effizienter machen. Dieses Modell soll jährliche Kosteneinsparungen von rund 2 Mrd. Euro bis Ende 2026 ermöglichen, wovon bereits 500 Mio. Euro im Jahr 2024 und weitere 800 Mio. Euro im Jahr 2025 realisiert werden sollen. Diese Einsparungen sollen zur Steigerung der Profitabilität beitragen.
Pharmageschäft und vielversprechende Pipeline: Das Pharmageschäft zeigt erste Anzeichen einer Erholung, und die Pipeline, also die Entwicklung neuer Medikamente, wird genau beobachtet. Hier gab es zuletzt positive Meldungen zu vielversprechenden Kandidaten. Insbesondere der Wirkstoff Elinzanetant, der in Phase-3-Studien für die Behandlung von vasomotorischen Symptomen (Hitzewallungen) in den Wechseljahren gute Ergebnisse zeigte, wird als potenzieller Umsatztreiber gesehen. Auch andere Projekte in den Bereichen Onkologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen tragen zur Stärkung der Pipeline bei.
Ein starker Jahresauftakt von Bayer und die Anzeichen einer Erholung im Pharmageschäft deuten laut Goldman Sachs darauf hin, dass die Gewinnerwartungen des Marktes die Talsohle erreicht haben könnten. Die Analysten sehen Potenzial für allmählich steigende Konsensschätzungen, da der Markt den Kostensparplan glaubwürdig finde.
Bewertung, Performance und Anlageempfehlung: Die Aktie hat sich für uns bisher als eine bittere Enttäuschung erwiesen. Nachdem wir so lange an dieser Position festgehalten haben, macht es auf dem „ausgebombten“ Niveau nicht viel Sinn, jetzt noch zu verkaufen. Zumal die Bewertung sehr moderat sein dürfte, zumindest für den Fall, dass die anhängigen Klagen das Unternehmen nicht ruinieren.
Nach einem im Vorjahr erlittenen Verlust rechnen Analysten in diesem Jahr wieder mit einem Gewinn, und zwar in Höhe von 4,55 Euro je Aktie – ein Wert, der bis 2028 auf 5,73 Euro je Aktie steigen soll. Auf letztgenannter Basis ergibt sich ein tiefes KGV von 4,6, was belegt, warum wir zuvor geschrieben haben, dass die Aktie „ausgebombten“ ist. Der Kurs zeigt in diesem Jahr klare Besserungstendenzen, was uns hoffen lässt. Wirklich nachhaltig aufwärts gehen dürfte es aber erst, sobald es gelungen ist, die Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg zu räumen.
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