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United Internet – Fortschritte im operativen Geschäft – Perspektiven trotz Kurspause intakt

26.03.2026 | Money Mail Nr. 024/2026

Diese Altempfehlung von uns setzt den Ausbau der hauseigenen Telekommunikationsinfrastruktur konsequent fort. Im Mittelpunkt stehen dabei weiterhin der Aufbau des eigenen Mobilfunknetzes über die Tochter 1&1 sowie Investitionen in das Glasfasergeschäft.

Die strategische Stoßrichtung ist klar: Mehr eigene Infrastruktur soll mittelfristig die Kostenbasis verbessern und die Ertragskraft stärken. Noch prägen allerdings die damit verbundenen Investitionen das Zahlenwerk und führen zu entsprechend höheren Abschreibungen. 

Solide operative Entwicklung: Für das Geschäftsjahr 2025 steigerte United Internet den Umsatz um 1,9 % auf 6,104 Mrd. Euro. Das EBITDA verbesserte sich um 2,4 % auf 1,282 Mrd. Euro. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge um 700.000 auf 29,72 Mio., was die weiterhin stabile Nachfrage in den Kernsegmenten unterstreicht.

Beim EBIT ergab sich mit 585,3 Mio. Euro nach 596,8 Mio. Euro ein leichter Rückgang. Dieser ist jedoch vor allem investitionsbedingt zu sehen. Positiv entwickelte sich dagegen das bereinigte Ergebnis je Aktie, das unter anderem aufgrund einer niedrigeren Steuerquote von 0,86 Euro auf 1,23 Euro zulegte. 

Rückläufige Investitionen in Sicht: Für 2026 stellt das Management einen Umsatz von etwa 6,25 Mrd. Euro sowie ein EBITDA von rund 1,45 Mrd. Euro in Aussicht. Gleichzeitig sollen die Investitionen in Sachanlagen auf 600 Mio. bis 650 Mio. Euro sinken. Damit könnte ein wichtiger Belastungsfaktor der vergangenen Jahre allmählich an Bedeutung verlieren. Mit einer sinkenden Investitionsquote rücken erfahrungsgemäß wieder stärker Kennzahlen wie Cashflow und Ergebnisqualität in den Fokus der Investoren. Genau hier könnten sich bei planmäßigem Verlauf der Strategie in den kommenden Jahren Verbesserungen zeigen.

Bewertung spricht nicht gegen den Titel: Auch aus fundamentaler Sicht erscheint die Aktie nicht anspruchsvoll bewertet. Analysten von Berenberg verweisen unter anderem auf die stabile Entwicklung der operativen Segmente sowie auf die weiter steigenden Kundenzahlen bei IONOS und im Endkundengeschäft. Hinweise auf kurzfristig gravierende Risiken durch neue KI-Anwendungen für das Geschäftsmodell sehen die Experten derzeit nicht. Auf Basis der Schätzungen der Privatbank für den Gewinn je Aktie im Jahr 2028 ergibt sich ein moderates KGV von knapp zwölf. 

Ein zusätzlicher Bewertungsaspekt ist der Wert der Beteiligungen, insbesondere an 1&1 und IONOS. Stellt man deren geschätzten Wert dem aktuellen Börsenwert gegenüber, ergibt sich nach Einschätzung unter anderem der DZ Bank weiterhin ein Bewertungsabschlag. Die Summe der Einzelteile liegt damit über der derzeitigen Marktkapitalisierung. Unter Berücksichtigung eines als angemessen erachteten Bewertungsabschlags von 20 % kommt das deutsche Kreditinstitut auf einen fairen Wert je Aktie von 33,00 Euro. Hinzu kommt, dass mit einer besseren Planbarkeit der Investitionen auch die Transparenz der künftigen Ergebnisentwicklung zunimmt. Diese Kombination aus operativer Stabilität und vorhandener Substanz wird von Analystenseite als Argument für eine weiterhin vertretbare Bewertung gesehen.

Operative Fortschritte als mögliche Kurstreiber: Nach der deutlichen Erholung im Vorjahr bewegt sich die Aktie derzeit in einer Seitwärtsphase. Weitere Kursimpulse dürften vor allem davon abhängen, ob United Internet die angekündigten Verbesserungen bei Ergebnis, Cashflow und Kostenstruktur wie geplant umsetzen kann. Sollte dies gelingen, könnte sich auch die Wahrnehmung am Kapitalmarkt wieder verbessern, zumal Infrastrukturinvestitionen erfahrungsgemäß erst mit zeitlichem Abstand ihren vollen Ergebnisbeitrag entfalten.

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