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Dax mit einem Wochenplus – Der Kampf um die weitere Richtung, der um die 25.000 Punkte-Marke tobt, ist aber noch nicht entschieden
16.02.2026 | Money Mail Nr. 013/2026Am deutschen Aktienmarkt reichte es in der Vorwoche zu einem Plus von 0,78 % auf 24.914,88. Allerdings war dabei auffällig, dass der deutsche Aktienleitindex im Laufe der Woche mehrfach mit Versuchen gescheitert ist, die runde 25.000-Punkte-Marke zu überwinden. HSBC schreibt zur charttechnischen Ausgangslage Folgendes, wobei wir den Aussagen zustimmen: „Übergeordnet zeugt die Kursentwicklung der letzten Handelstage von dem Respekt, welchen die deutschen Standardwerte zuletzt der runden 25.000er-Marke entgegengebracht hatten und weiter entgegenbringen. Hier fallen die letzten drei Wochenhochs mit der Abwärtskurslücke von Januar (25.099/25.199 Punkte) zusammen. Ein Sprung über die angeführten Hürden und das damit verbundene Hineinlaufen in das oben genannte Gap würde eine kurzfristige Bodenbildung vervollständigen.
Rein rechnerisch hält die Höhe dieser Formation ein Anschlusspotenzial von 800 Punkten bereit. Mit anderen Worten: Ein erfolgreicher Ausbruch legt perspektivisch sogar neue Rekordstände oberhalb des bisher bestehenden Allzeithochs bei 25.508 Punkten nahe. Andererseits gilt es auf der Unterseite, die alte Ausbruchszone bei 24.700/24.600 Punkten bzw. die 50-Tage-Linie (aktuell bei 24.557 Punkten) zu beachten. Aber vor allem die Tiefs bei knapp 24.300 Punkten sollte der Dax nicht mehr unterschreiten, denn sonst würde auch das Argument der oben diskutierten Bodenbildung entfallen.“
Zum allgemeinen Marktgeschehen muss man außerdem das wissen, was anschließend Barclays in einer aktuellen Publikation erklärt: „Die Aktienmärkte zeigten sich auch in dieser Woche weiterhin widerstandsfähig, obwohl die Sorge um KI-bedingte Umbrüche zu Schwankungen und einer größeren Streuung zwischen den Sektoren führte. Traditionelle makroökonomische Klassifizierungen wie zyklische vs. defensive Werte sind zur Erklärung der jüngsten Rotationen nicht mehr geeignet. Stattdessen scheinen die Märkte Aktien und Sektoren zunehmend nach ihrer wahrgenommenen KI-Immunität oder -Anfälligkeit zu gruppieren.
Sachwerte und Bereiche der „Old Economy“ wie Rohstoffe, Industrie, Werkstoffe, Gesundheitswesen und Konsumgüter gelten als immun gegen KI, während viele Konsum- oder Unternehmensdienstleistungen und technologiebezogene Branchen, die in der Regel hohe Margen aufweisen, als anfällig angesehen werden. Die Erzählung von den KI-Verlierern, die im letzten Jahr mit Segmenten wie Medien und Unternehmensdienstleistungen begann, weitete sich dann auf Software aus und umfasst nun auch Finanzdienstleistungen, Logistik und CRE.
Auf regionaler Ebene haben günstigere Bewertungen und ein größeres Engagement in Sektoren der Old Economy ebenfalls zur relativen Outperformance von Aktien aus dem Rest der Welt gegenüber den USA beigetragen und dem anhaltenden Trend zur internationalen Diversifizierung weiteren Schwung verliehen.“ Letzteres hilft auch den Börsen in Europa.
In der neuen Woche findet an der Wall Street und damit der Weltleitbörse am Montag feiertagsbedingt kein Handel statt. Ansonsten hängt die weitere Kursentwicklung auch von jenen drei Ereignissen ab, welche die Deka Bank in den kommenden Tagen für am wichtigsten erachtet. Die Sentix-Umfrage zeigte jüngst, dass die Finanzmarktanalysten angesichts einer schlechten konjunkturellen Ausgangslage auf eine Verbesserung dieser Lage setzen. Daher sollten sich auch die ZEW-Konjunkturlage und -erwartungen für Deutschland merklich verbessern, wenn die entsprechenden Daten am Dienstag veröffentlicht werden. Die anderen beiden Termine stehen jeweils am Freitag an. Zum ersten Ereignis heißt es, die erhebliche Lücke zwischen Industrie und Dienstleistern in der europäischen Wirtschaft, die noch vor einem Jahr klaffte, hat sich deutlich verringert. Die Lage in der europäischen Industrie ist zwar noch nicht gut, hat sich aber verbessert und stabilisiert sich. Die Dienstleister in Euroland laufen weiterhin ordentlich, haben aber etwas an Schwung verloren. Dies dürften auch die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Februar zum Ausdruck bringen.
Und zum zweiten Ereignis am Freitag schreibt Deka Research das: Mit einer Verzögerung von gut drei Wochen wird das US-Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht. Nach den jüngsten unerwartet schwachen Daten zum Einzelhandelsumsatz haben wir unsere Erwartungen etwas nach unten korrigiert. Gleichwohl bewegt sich die Gesamtentwicklung im „Normalbereich“. Spannend bleibt die Frage, wie stark sich die Unternehmensinvestitionen in den Bereichen entwickelt haben, die mit Künstlicher Intelligenz in Verbindung gebracht werden, sowie im verbleibenden Rest.
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