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Dax mit einem moderaten Wochenplus - was bringt der US-Arbeitsmarktbericht?

09.02.2026 | Money Mail Nr. 011/2026

An den Finanzmärkten weltweit geht es weiterhin sehr ereignisreich zu. An den Aktienmärkten sorgte dabei jüngst eine heftige selektive Abwärtswelle für Schlagzeilen. Diese traf insbesondere den Softwaresektor, was mit der Angst zu tun hat, inwieweit der Megatrend Künstliche Intelligenz die Geschäftsmodelle der Branchenvertreter gefährdet. 

Auch wegen dieses Sogs verbuchte der Dax drei Verlusttage in Folge, am Ende verbuchte der deutsche Aktienleitindex aber ein Wochenplus von 0,74 %. Bei einem am Freitag markierten Schlussstand von 24.721,46 Zählern steht für dieses Jahr momentan ein kleiner Zugewinn angeschrieben.

Charttechnisch gesehen ist der Dax bei diesem Niveau laut HSBC mit der Aufgabe konfrontiert, die Haltezone aus der 50-Tages- Linie (aktuell bei rund 24.436 Punkten) und den jüngsten Tiefpunkten bei knapp 24.400 Punkten zu verteidigen. Auch den längerfristigen Durchschnitt der letzten 200 Tage (aktuell bei rund 24.016 Punkten) gilt es im Hinterkopf zu haben, so das Urteil. Um das jüngste „Auf und Ab“ in positiver Manier zu beenden, müsste das Aktienbarometer die jüngsten Verlaufshochs bei 25.020/25.099 Punkten überspringen, so HSBC weiter. Weil manche Kursbewegungen im US-Techsektor gewisse Ähnlichkeiten mit einigen Tendenzen aufweisen, die von früheren Bärenmärkten zu beobachten waren, wird neuerdings wieder intensiver diskutiert, ob erneut eine Baisse anstehen könnte. Aus unserer Sicht sind im Marktumfeld aber auch einige andere Entwicklungen zu registrieren, die gegen eine breit angelegte Schwäche sprechen. Anzuführen ist zum Beispiel die Beobachtung, dass sich speziell in den USA die Marktbreite verbessert hat – wobei seit einiger Zeit vor allem Value-Aktien gefragt sind. Richtig nervös würden wir jedenfalls erst dann werden, sobald die Konjunkturdaten eindeutiger in Richtung Rezession deuten, als dies momentan noch der Fall ist.

Die Weberbank scheint das ähnlich zu sehen, denn die dortigen Experten schreiben in einer aktuellen Publikation folgendes: „Eine generelle Risikoscheu der Investoren blieb jedoch aus. Stattdessen kam es zu einer gezielten Umschichtung innerhalb des Marktes. Wachstumsorientierte Titel wurden zugunsten konjunktursensitiver und bewertungsseitig attraktiverer Segmente reduziert. Die jüngste Schwäche im Technologiesektor markiert aus unserer Sicht nicht das Ende des strukturellen KI-Trends, sondern eine Phase erhöhter Selektivität. Fundamentaldaten, Kapitaldisziplin und Bewertungsrelationen gewinnen wieder an Bedeutung. Die breitere Beteiligung am Markt werten wir als positives Zeichen für die Stabilität des aktuellen Umfelds und als Grundlage für zusätzliche attraktive Anlagechancen. Unser Fokus liegt dabei weiterhin auf Unternehmen mit nachhaltiger Ertragskraft und solider Bilanzqualität.“

Angesichts des skizzierten Hintergrundes ist es wie immer sehr wichtig zu beobachten, was konjunkturell in den USA und damit der wichtigsten Volkswirtschaft weltweit passiert. Und da ist es so, dass der ursprünglich für den 06.02. angesetzte US-Arbeitsmarktbericht nun am kommenden Mittwoch (11.02.) veröffentlicht wird. Hintergrund ist laut Hamburg Commercial Bank die jüngste Haushaltssperre in den USA, nachdem im Kongress keine Einigung über die Finanzierung mehrerer Bundesbehörden erzielt wurde – unter anderem wegen der von Präsident Trump geforderten Verschärfungen der Einwanderungspolitik. Doch inzwischen wurde eine Übergangslösung gefunden.

Zudem stehen in der neuen Woche die US-Einzelhandelsumsätze an und damit ein wichtiger Indikator für die Entwicklung des privaten Konsums in den USA. Hinzu kommt die Vorlage der US-Verbraucherpreise am kommenden Freitag. Mit Blick auf Deutschland ist neben der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison vor allem die für Montag angekündigte Veröffentlichung des Sentix-Konjunkturindex von Belang.

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