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Bei Repsol hat sich die Performance deutlich verbessert
15.01.2026 | Money Mail Nr. 004/2026Das Kursgeschehen bei diesem Mitfavoriten war im Vorjahr von einer starken Erholungsbewegung geprägt, nach einem schwierigen Jahr 2024. Beim aktuellen Kursniveau hat das Papier eine beachtliche Aufwärtsbewegung hinter sich, die durch eine Kombination aus operativer Stärke, strategischen Weichenstellungen und einer Entspannung im regulatorischen Umfeld getragen wurde.
Die Kurseinflussfaktoren der vergangenen Monate: Ein wesentlicher Treiber für den Kursanstieg im Jahr 2025 war die Verbesserung der operativen Kennzahlen im Kerngeschäft. Insbesondere im dritten Quartal 2025 konnte Repsol von robusten Raffineriemargen profitieren, die mit etwa 8,80 Dollar pro Barrel deutlich über den Werten des Vorquartals lagen. Dies glich die zeitweise Volatilität bei den Rohölpreisen erfolgreich aus. Auf strategischer Ebene sorgte die Fusion des Upstream-Geschäfts im Vereinigten Königreich mit NEO Energy für Aufmerksamkeit. Upstream steht hierbei für die Suche, Erschließung und Förderung von Erdöl und Erdgas. Diese Konsolidierung hat zwar kurzfristig die Nettoverschuldung auf rund 6,9 Mrd. Euro ansteigen lassen, stärkt jedoch langfristig die Effizienz in der Produktion.
Ein weiterer entscheidender Faktor war die politische Entwicklung in Spanien. Die Entscheidung der Regierung, die ursprünglich geplante dauerhafte Einführung der Sondersteuer auf Energieunternehmen fallen zu lassen, wirkte als massiver Befreiungsschlag für die Aktie. Repsol hatte zuvor gedroht, Investitionen in grünen Wasserstoff bei einer dauerhaften Steuerbelastung ins Ausland zu verlagern. Der Wegfall dieser Unsicherheit hat das Vertrauen der Anleger in den Standort Spanien und die Investitionssicherheit des Konzerns gestärkt.
Aktuelle Lage und Aussichten: Für das begonnene Jahr 2026 und darüber hinaus sind die Aussichten als solide einzustufen, wobei die Aktie vor allem für wertorientierte Investoren interessant bleibt. Repsol verfolgt eine disziplinierte Kapitalallokation und setzt verstärkt auf die Transformation zum Multi-Energie-Unternehmen. Bereits über die Hälfte der Tankstellen in Spanien bietet inzwischen alternative Energielösungen an.
Für das Geschäftsjahr 2026 hat das Management eine Bruttodividende von mehr als 1 Euro je Aktie in Aussicht gestellt, was beim aktuellen Kurs weiterhin einer relativ attraktiven Rendite entspricht. Zudem plant das Unternehmen, die Upstream-Produktion bis 2026 auf etwa 570.000 Barrel pro Tag zu steigern. Das KGV auf Basis der erwarteten Gewinne liegt in einem moderaten Bereich, was die Aktie im Vergleich zu einigen Wettbewerbern der Branche nach wie vor als fair bewertet erscheinen lässt.
Risiken im Blick behalten: Die weiteren Aussichten hängen jedoch stark von der Entwicklung der weltweiten Nachfrage nach Öl und Gas sowie den Margen im Industriegeschäft ab. Ein globales Überangebot oder ein konjunktureller Abschwung könnten die Gewinne belasten. Zudem bleibt die Energiewende eine langfristige Herausforderung, die hohe Investitionen erfordert, um die angestrebte CO2-Neutralität bis 2050 zu erreichen. Kurzfristig stabilisieren jedoch die starken Cashflows aus dem traditionellen Geschäft die finanzielle Basis für diesen Umbau.
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