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CIE Automotive mit frischen Mehrjahreshochs
08.01.2026 | Money Mail Nr. 002/2026Der Aktienkurs dieses Mitfavoriten von uns ist gleich am ersten Handelstag des Jahres 2026 mit 30,35 Euro auf ein neues Mehrjahreshoch auf Schlusskursbasis gestiegen. Dies untermauert den im April 2025 aufgenommenen Aufwärtstrend als völlig intakt, was für eine gute charttechnische Ausgangslage sorgt.
Hinter der jüngsten Kursstärke steht die auch im Jahr 2025 bewiesene Resilienz gegenüber der Krise bei den europäischen Automobilzulieferern. Während viele Konkurrenten Gewinnwarnungen aussprechen mussten, profitierte CIE von seiner starken Aufstellung in Indien und Brasilien sowie einer konstant hohen EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von über 18 %. Zum Ende des dritten Quartals 2025 meldete CIE Automotive mit 266 Mio. Euro den höchsten kumulierten Neunmonats-Nettogewinn der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz im dritten Quartal erreichte mit 974 Mio. Euro ebenfalls einen Bestwert für diesen Zeitraum. Diese Zahlen belegen, dass das Unternehmen organisch deutlich schneller wächst als die globale Leichtfahrzeugproduktion, die im Jahr 2025 weitgehend stagnierte.
Strategischer Ausblick und Vorstandsstimmen: Der Vorstand hat zudem kurz vor dem Jahreswechsel 2026 weitere Fakten geschaffen. Am 17. Dezember 2025 gaben die Spanier die Übernahme der Aludec-Gruppe für rund 200 Mio. Euro bekannt. Aludec ist auf hochwertige dekorative Teile für den Fahrzeuginnenraum spezialisiert – ein margenstarkes Segment, das die strategische Positionierung weiter schärft. Der Vorstandsvorsitzende Jesús María Herrera betonte im Rahmen der jüngsten Analystenkonferenzen, dass die Stärke des Konzerns vor allem in der geografischen Diversifizierung liege. Während Europa und Nordamerika produktionstechnisch schwächelten, fungierten Indien, China und Brasilien als Wachstumsmotoren.
Für das Jahr 2026 gab sich die Führungsebene zuversichtlich: Die Ziele des strategischen Plans bis 2025 wurden nicht nur bestätigt, sondern teilweise bereits vorzeitig erreicht. Der Fokus liege weiterhin auf einer starken Cash-Generierung, die es ermöglicht, parallel Schulden abzubauen, Zukäufe wie die jüngste Übernahme der Aludec-Gruppe (Dezember 2025) zu finanzieren und gleichzeitig die Aktionärsvergütung durch Dividenden und Aktienrückkäufe zu maximieren.
Die weiteren Aussichten für 2026 sind zudem nicht nur durch den geglückten Ausbruch auf ein neues Zwischenhoch als positiv zu bewerten. Vielmehr ist auch die Bewertung weiterhin vertretbar, da sich basierend auf dem erwarteten Gewinn von 3,12 Euro je Aktie für das laufende Jahr ein moderates KGV von nur rund zehn ergibt. Am 05. Januar war übrigens der Ex-Tag für die Dividende, wobei der Halbjahressatz um einen Cent auf 0,47 Euro je Aktie erhöht worden ist.
UBS mit positiver Erstabdeckung von CIE Automotive: Anfang Dezember hat die UBS die Abdeckung der Aktien von CIE Automotive mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 36,00 Euro aufgenommen. Zur Begründung dafür hieß es in der Studie unter anderem wie folgt: „CIE Automotive, ein Zulieferer von Komponenten für Erstausrüster (OEM – Original Equipment Manufacturer) und Systemlieferanten (Tier 1), bietet einen attraktiven Einstieg in den Sektor der Automobilzulieferer. Das Unternehmen vereint eine Rentabilität auf Spitzenniveau mit einer operativen Marge (EBIT-Marge) von etwa 14 %, während der Durchschnitt der Wettbewerber lediglich bei circa 6 % liegt.
Hinzu kommen eine starke Generierung liquider Mittel mit einer Rendite des freien Cashflows (FCF-Yield) von über 10 % sowie eine flexible Bilanzstruktur, die sich in einem Verhältnis der Nettoverschuldung zum operativen Ergebnis (Net Debt/EBITDA) von etwa 1,3x widerspiegelt. Beim Umsatzwachstum hat CIE die allgemeine Produktion von Leichtfahrzeugen deutlich übertroffen und seit 2021 ein organisches Plus von rund 20 Prozentpunkten erzielt. Für den Zeitraum der Geschäftsjahre 2025 bis 2028 wird eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Gewinns je Aktie von etwa 10 % erwartet.
Wir sind der Überzeugung, dass die diversifizierte globale Präsenz, das antriebsneutrale Geschäftsmodell sowie die nachgewiesene Erfahrung bei Unternehmensübernahmen – auch wenn diese in den letzten fünf Jahren nur sehr begrenzt stattfanden – das Unternehmen gut für die Herausforderungen der Branche positionieren. Dass die Aktie beim KGV auf dem gleichen Niveau wie die Wettbewerber gehandelt wird, ist aus unserer Sicht angesichts des bewährten Ertragsprofils nicht gerechtfertigt. Immerhin verzeichnete CIE zwischen den Geschäftsjahren 2015 und 2024 eine durchschnittliche jährliche Steigerung des Gewinns je Aktie von circa 20 %, während der Branchendurchschnitt im selben Zeitraum bei etwa -5 % lag.“
Fazit: Zusammenfassend lässt sich die Kursstärke durch das Zusammenspiel von operativen Bestmarken und einer klaren strategischen Kante erklären. Die Aktie ist deshalb so gefragt, weil CIE Automotive bewiesen hat, dass Wachstum bei ihnen nicht vom allgemeinen Marktzyklus abhängt, sondern aus dem Gewinn von Marktanteilen und operativer Exzellenz resultiert.
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