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DAX hat Nebenwerte 2025 klar abgehängt
29.12.2025 | Hanseatischer Börsendienst Nr. 26/2025Das Jahr 2026 dürfte mit Blick auf die Performance des DAX als gutes Börsenjahr in Erinnerung bleiben. Diese DAX-Stärke ist kein Widerspruch zu den strukurellen Problemen der heimischen Wirtschaft, da die DAX-Konzerne nur noch rund 20% ihre Umsätze in Deutschland erwirtschaften. Tatsächlich schönt der deutsche Leitindex das ansonsten ernüchternde Bild der Aktienkursentwicklungen im laufenden Jahr. So notieren nur die Hälfte der deutschen Aktien (gemessen an den gut 300 Aktien des Prime All Share) überhaupt im Plus. Es gibt somit 2026 rund so viele Verlierer wie Gewinner am deutschen Aktienmarkt. Dies zeigt sich auch in der anhaltend schwachen Marktbreite. So notieren weiterhin nur 45% der deutschen Aktien oberhalb ihrer jeweiligen 200-Tagelinien nach zuvor 45 %, 44 %, 43 %, 45 %, 46 %, 51 %, 49 %, 51 % und 57 %. Von einem breiten Aufschwung ist somit nichts zu sehen.
Unzureichendes Reformtempo
Diese Schwäche dieser auf Deutschland fokussierten Unternehmen passt ins konjunkturelle Bild. Das Ifo-Institut senkte für 2026 und 2027 die Prognose für die deutsche Wirtschaft auf ein Plus von 0,8 und 1,1 Prozent. Damit wurde die Wachstumsprognose jeweils um beachtliche 0,5 Prozentpunkte nach unten gesetzt. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) beobachtet eine zunehmend große Unzufriedenheit mit dem unzureichende Reformtempo der Bundesregierung. Viele in den Unternehmen seien maßlos enttäuscht. Laut BDI-Chef Peter Leibinger ist der industrielle Kern in Gefahr, weil China das deutsche Geschäftsmodell nachbaue, dabei aber günstiger und vor allem viel schneller sei. Tatsächlich zeigt sich immer deutlicher, dass Deutschland derzeit nicht gegen eine normale Konjunkturschwäche kämpft, sondern mit bedrohlichen strukturellen Problemen, auf die die deutsche Politik zu wenige Antworten und Lösungen liefert.
Unternehmer und Konsumenten gleichermaßen pessimistisch
Dieser trübe Ausblick wurde leider wenige Tage später mit einem Rückgang des ifo-Geschäftsklimas bestätigt. Im Dezember fiel das Ifo-Geschäftsklima um 0,4 Punkte auf 87,6 Punkte. "Die Unternehmen blicken pessimistischer auf das erste Halbjahr 2026", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Zum trüben Konjunkturbild passt zudem noch, dass die Kauflaune in Deutschland ist zum Jahresende so schlecht ist wie seit Monaten nicht mehr. Das Konsumklima der Nürnberger Forschungsinstitute GfK und NIM prognostiziert für Jänner im Vergleich zum Vormonat einen deutlichen Rückgang von 3,5 Zählern auf -26,9 Punkte. Die Konsumenten sorgen sich zunehmend um ihr Einkommen und wollen stärker sparen. Die Sparneigung sei im Dezember auf den höchsten Stand seit der Finanz- und Wirtschaftskrise geklettert. Ausländische Investoren blicken bereits seit geraumer Zeit skeptisch auf Deutschland und sind unterinvestiert. Dies eröffnet antizyklisch durchaus Anlagechancen im Börsenjahr 2026.
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