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Ypsomed: Die jüngsten Kursirritationen sind jetzt hoffentlich ausgestanden
17.03.2026 | Der Internationale Nr. 06/2026Als Aktionär der Burgdorfer Ypsomed Holding erlebte man zuletzt ein bizarres Schauspiel. Während das Unternehmen einen offiziellen Rückkaufpreis von 300 Franken pro Aktie garantierte, notierte die Aktie zeitweise deutlich tiefer, bevor sie sich zum Ende der Angebotsfrist am 16. März wieder auf einen Schlusskurs von 292 Franken hocharbeitete. Dieser Kursdruck war die Folge einer höchst speziellen Konstellation: Nach dem milliardenschweren Verkauf der Pen-Nadel-Sparte an ein Konsortium, an dem Hauptaktionär Willy Michel privat beteiligt ist, nutzt dieser nun die gefüllte Firmenkasse für einen Teil-Ausstieg aus seinen Ypsomed- Aktien im Wert von 100 Mio. CHF.
Da Ypsomed diesen Deal aus Gleichbehandlungsgründen auch dem Publikum anbieten musste, der Topf für Kleinaktionäre aber winzig war, preiste der Markt zunächst eine massive Zuteilungskürzung ein. Dass sich der Kurs pünktlich zum Fristende am 17. März wieder der 300-Franken-Marke annähert, signalisiert jedoch: Der technische Verkaufsdruck lässt nach, und das Vertrauen in die fundamentale Substanz kehrt hoffentlich nachhaltig zurück. Mit dem gerade abgelaufenen Angebot ist der Weg theoretisch frei für eine Bewertung ohne künstliche Störfaktoren.
Operativ ist Ypsomed heute ein hochprofitabler Spezialist für Autoinjektoren, dessen Auftragsbücher durch den weltweiten GLP-1-Boom (Abnehmspritzen) gut gefüllt sind. Die massive Cash-Position verleiht dem Unternehmen zudem eine finanzielle Stabilität, die im aktuellen Marktumfeld selten ist. Den Wert dieses Titels taxieren Analysten im Schnitt auf rund 400 Franken je Anteilsschein, doch muss das Unternehmen nach diesem zuletzt etwas fragwürdigen Manöver erst operativ weiter liefern, um dieses Potenzial auch abrufen zu können.
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