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Der Aktienkurs von Huntington Ingalls Industries ist nicht zu bremsen

20.01.2026 | Der Internationale Nr. 02/2026

Der Aktienkurs von Huntington Ingalls Industries (ISIN: US4464131063 – 425,90 Dollar, 365,80 Euro) hat bei seinem bereits seit längerem anhaltenden Gipfelsturm jüngst einen Zusatzturbo eingeschaltet. Das Bild am Ende des Charts gleicht dadurch immer mehr einer Fahnenstange – und verglichen mit den in Ausgabe 22/22 bei der Vorstellung gültigen Notierungen von 257,36 Dollar bzw. 258,10 Euro ergeben sich sehr deutliche Aufschläge. Der starke Aufwärtsimpuls passt zur vorherrschenden Dynamik im maritimen Rüstungssektor. Der zuletzt nicht zu stoppende Aktienkurs spiegelt die Stärke dieses US-Konzerns dank seiner Position als Amerikas größter militärischer Schiffsbauer wider, der als einziger Anbieter die hochkomplexen atomgetriebenen Flugzeugträger der U.S. Navy konstruiert und zudem einen maßgeblichen Teil der nuklearbetriebenen U-Boote fertigt.

Ergänzt wird dieses schwergewichtige Kerngeschäft durch ein wachsendes Segment für unbemannte Systeme und technologische Lösungen, die für moderne Verteidigungsstrategien immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dass die Aktie nach einer Phase der Konsolidierung nun wieder von einem Rekord zum anderen eilt, ist eng mit der massiven Auftragsbasis verknüpft, die zuletzt ein Volumen von rund 48 Mrd. Dollar erreichte. In einem Umfeld geopolitischer Spannungen profitiert das Unternehmen von langfristigen Budgetzusagen für die Modernisierung der US-Flotte, was eine Auslastung der Werften bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein garantiert.

Zwar gab es im vergangenen Jahr zeitweise Bedenken hinsichtlich der Personalkosten und Lieferketten, doch die jüngsten operativen Fortschritte zeigen, dass der Konzern diese Herausforderungen zunehmend in den Griff bekommt und die Margen ausbauen kann. Für letzteres spricht auch, dass Huntington den Übergang von „schwierigen“ Verträgen aus der Zeit vor Covid zu Vereinbarungen mit angemessenen Preisen vollzieht, was eine Margenausweitung begünstigen dürfte.

Im Vergleich zu anderen Titeln aus dem Verteidigungssektor ist die Bewertung weiterhin als relativ bodenständig zu bezeichnen, da die Multiplikatoren (geschätztes KGV von 20,7 für 2027) trotz der Rekordjagd noch nicht die bei Wachstumswerten oft üblichen Exzesse aufweisen.

Die Kombination aus einer quasi-monopolistischen Marktstellung und einer aktionärsfreundlichen Kapitalallokation durch Dividenden und Rückkäufe macht das Papier zu einem klassischen Qualitätsinvestment.

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