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Rechtsstreit belastet Maire bei ansonsten gutem Geschäftsgang
07.01.2026 | Der Internationale Nr. 01/2026Das Kursgeschehen bei unserem Musterdepotvertreter Maire S.p.A. (ISIN: IT0004931058 – 13,37 Euro) wurde zuletzt von einer extremen Nachrichtenlage beeinflusst. Positiv war unter anderem, dass Maire das Jahr 2025 vermutlich am oberen Rande der Zielspanne abschließen konnte und es einen massiven Auftragsbestand von rund 13,9 Mrd. Dollar gibt. Für Verunsicherung sorgt dagegen der juristische Schlagabtausch mit EuroChem. Zur Erinnerung: Der Streit dreht sich um den Bau einer Ammoniak- und Harnstoffanlage im russischen Kingisepp, den Maires Tochtergesellschaft Tecnimont nach dem Einsetzen der Sanktionen im Jahr 2022 eingestellt hatte. EuroChem wirft Maire Vertragsbruch vor, während Maire sich auf höhere Gewalt und Sanktionsvorgaben beruft.
Einem russischen Urteil zu Schadensersatzzahlungen über 1,9 Mrd. Euro stehen seit Ende Dezember 2025 erfolgreiche Londoner Sicherungsmaßnahmen durch Maire in Höhe von 1,1 Mrd. Euro gegenüber. Diese juristischen Wendungen erklären auch, warum der Kurs oft impulsiv ausschlägt und sich dann wieder beruhigt. Zudem führen technische Faktoren wie Total Return Equity Swaps zur Absicherung von Mitarbeiterprogrammen bei diesem Nebenwert regelmäßig zu kurzfristigem Kursrauschen ohne fundamentale Ursache.
Ansonsten unterstreicht die jüngste Übernahme der Ballestra Group für 126,5 Mio. Euro durch die Tochter Nextchem den radikalen Umbau des Konzerns. Maire wandelt sich vom reinen Anlagenbauer zum margenstarken Technologieführer. Durch Ballestra vervollständigt das Unternehmen sein Portfolio im Bereich der Düngemitteltechnologien und erschließt neue Märkte in der Spezialchemie sowie bei Batteriematerialien. Dieser Zukauf ist ein wesentlicher Baustein, um das im März 2025 verkündete Ziel von über 11 Mrd. Euro Umsatz bis zum Jahr 2034 zu erreichen (5,9 Mrd. Euro in 2024).Die Aussichten für 2026 sind positiv, sofern Maire die operative Exzellenz bei seinen Großprojekten im Nahen Osten beibehält. Analysten sehen den Gewinn je Aktie in den nächsten Jahren steigen und basierend auf den Prognosen beträgt das KGV für 2028 nur 11,5. Zudem winken laut Schätzungen für die Geschäftsjahre 2025 bis 2027 Dividendenzahlungen von 0,47 Euro, 0,61 Euro und 0,70 Euro. Gemessen am Einstiegskurs von 8,13 Euro errechnen sich daraus üppige Dividendenrenditen.
Es ist jedoch weiterhin mit einer überdurchschnittlichen Volatilität zu rechnen, solange die juristischen Klärungen zum Fall EuroChem noch ausstehen. Langfristig hängt der Erfolg maßgeblich davon ab, ob die Transformation hin zu den profitableren Sustainable Technology Solutions (STS) weiterhin so zügig voranschreitet wie im Rekordjahr 2024.
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