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International: Die Erwartungshaltung der Anleger ist hoch – was hoffentlich kein Warnsignal ist
17.12.2025 | Austria Börsenbrief Nr. 50/2025Ein weiteres Jahr neigt sich seinem Ende zu. Das ist auch stets die Zeit, um an den Finanzmärkten den Blick nach vorne zu werfen. Die Ausblicke, die wir bisher gesichtet haben, sind zumeist konstruktiv geschrieben. Das heißt, Experten rechnen im Schnitt für 2026 mit steigenden Kursen. Ein Blick auf die aktuelle Fondsmanagerumfrage der Bank of America bestätigt dies und lässt auch sonst auf eine sehr positive Erwartungshaltung schließen. Beispielsweise gefragt nach dem wahrscheinlichsten Ergebnis für die Weltwirtschaft im Jahr 2026, sagten 57 % der Umfrageteilnehmer, sie erwarten eine sanfte Landung und 37 % rechnen mit keiner Landung. Nur 3 % erwarten eine harte Landung – der niedrigste Wert der letzten 2,5 Jahre.
Die Erwartungen für das globale Wachstum stiegen auf den optimistischsten Stand seit August 2021 (netto 18 %, ein Anstieg von netto 3 %). Auch die Erwartungen für die globalen Unternehmensgewinne sind auf den höchsten Stand seit August 2021 gestiegen (netto 29 %, ein Anstieg von netto 13 %).
Bei der Bewertung der Marktliquiditätsbedingungen sagten netto 61 % der Befragten, sie stufen die Liquiditätsbedingungen über alle Anlageklassen hinweg als positiv ein – der höchste Stand seit September 2021. Seit 2008 wurden die Liquiditätsbedingungen nur im Februar 2021 und September 2021 als noch besser wahrgenommen.
Der durchschnittliche Kassenbestand ist laut dem Bank of America Fund Manager Survey auf 3,3 % gefallen. Das umfassendste Maß für die Stimmung, basierend auf dem Kassenbestand, der Aktienallokation und den globalen Wachstumserwartungen, stieg von 6,4 auf 7,4 und erreichte damit den höchsten Stand seit Juli 2021. Ein vergleichbares Maß an Optimismus wurde seit 2001 nur in acht weiteren Fällen verzeichnet. Der BofA Bull & Bear Indikator erhöhte sich auf 7,9 und dieses Stimmungs-Barometer liegt damit sehr nah an einem Verkaufssignal. Dazu muss man folgende Faustregel kennen, die das zitierte US-Institut ausgegeben hat. „Kaufen Sie globale Aktien, wenn der Indikator unter 2,0 fällt; verkaufen Sie, wenn er über 8,0 steigt.“ Eine weitere Faustregel lautet so: „Kaufen Sie globale Aktien bei einem Kassenbestand von 5,0 % oder darüber, verkaufen Sie, wenn der Kassenbestand bei 4,0 % oder darunter liegt.“ Das aktuell rekordtiefe Cash-Level von 3,3 % bewegt sich somit im Verkaufs-Territorium und in den neun früheren Fällen seit 1988, in denen der Kassenbestand auf unter 3,6 % gefallen ist, sanken die globalen Aktienkurse im darauffolgenden Monat im Schnitt um 2 %.
Vor diesem Hintergrund bezeichnet die Bank of America die bullische Positionierung als den größten Gegenwind für Risikoanlagen. Auch wir sehen darin ein zu berücksichtigendes Warnsignal. Die übergeordnete Anlagestrategie wäre aber erst dann zu überdenken, sobald die langfristigen Aufwärtstrends bei führenden Aktienindizes gebrochen werden. Doch das ist aktuell nicht der Fall. In den USA ist es inzwischen vielmehr sogar so, dass es alle wichtigen Aktienindizes in diesem Jahr geschafft haben, neue Bestmarken zu setzen.
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