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Edelmetalle leiden unter Liquiditätskrise und Zinsschub
25.03.2026 | Austria Börsenbrief Nr. 12/2026Die Edelmetallpreise sind scharf zurückgefallen. Ein Grund ist das veränderte Zinsumfeld. Während vor dem Iran-Krieg Zinssenkungen bei der US-Notenbank Fed auf dem Plan standen, hat sich diese Erwartung aufgrund hoher Ölpreise und steigender Inflation massiv abgekühlt. Selbst Leitzinsanhebungen sind nicht mehr ausgeschlossen. Das Zinsniveau in den USA und in Europa stieg jedenfalls bereits signifikant an. Höhere Zinsen machen festverzinsliche Anlagen wie Staatsanleihen damit attraktiver gegenüber dem zinslosen Gold. Zudem dürfte der jüngste scharfe Rücksetzer auch auf liquiditätsgetriebene Veräußerungen zurückzuführen sein. Wenn Banken oder große regionale Akteure im Nahen Osten aufgrund der gestörten Einnahmeströme durch den Iran-Krieg mit Nachschussforderungen (Margin Calls) konfrontiert werden oder dringend US-Dollar benötigen, um Abflüsse zu decken, verkaufen sie zunächst ihre liquidesten Investments wie die Edelmetalle Gold und Silber.
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