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IBM im KI-Stresstest: Goldman Sachs sieht Kerngeschäft robuster als gedacht

18.03.2026 | Austria Börsenbrief Nr. 11/2026

Die Aktie von IBM gehört weiterhin zu den Werten in unserem Musterdepot, die wir im Umfeld des KI-Booms besonders aufmerksam verfolgen. Denn auch wenn der US-Technologiekonzern zuletzt wegen der Frage unter Druck geraten war, wie stark Künstliche Intelligenz (KI) das traditionelle Geschäftsmodell angreifen könnte, sehen wir derzeit weiterhin keinen Anlass, unsere grundsätzlich positive Einschätzung zu revidieren. Gleichwohl gilt in disruptiven Zeiten mehr denn je: Positionen müssen regelmäßig kritisch überprüft werden. 

Als Anlass für eine solche Überprüfung dient eine aktuelle Studie von Goldman Sachs, in der die Analysten der US-Investmentbank IBM gezielt im Hinblick auf die KI-Transformation analysieren. Dabei steht vor allem das Mainframe-Geschäft (IBMs Geschäft mit Großrechnern (Mainframes), die als Rückgrat der globalen Finanzwirtschaft dienen. Sie kombinieren extreme Ausfallsicherheit mit der Fähigkeit, Milliarden von Datenbankabfragen in Echtzeit und hochverschlüsselt zu verarbeiten.) im Fokus, das von Investoren zuletzt zunehmend skeptisch gesehen wurde. Hintergrund ist die Befürchtung, dass KI-Tools die Migration von klassischen Großrechnern in Cloud-Umgebungen beschleunigen könnten. Doch genau diese Sorge hält Goldman Sachs nach einer detaillierten Analyse für überzogen.

Im Kern argumentieren die Analysten, dass die Wettbewerbsfähigkeit der IBM-Mainframes weniger an der Bindung an alte Programmiersprachen wie COBOL hängt, sondern vielmehr an handfesten Kostenvorteilen bei großen Transaktionssystemen. Während Cloud-Lösungen bei kleineren Anwendungen günstiger sein können, dreht sich dieses Verhältnis laut Studie bei sehr großen Systemen zugunsten der Mainframes.

Bei entsprechender Größenordnung könnten diese sogar um 17 % bis 50 % kostengünstiger sein als vergleichbare Cloud-Infrastrukturen. Da mehr als 80 % der IBM-Mainframe-Kunden solche Großanwendungen betreiben, sehen die Analysten die Risiken für dieses Geschäftsfeld als begrenzt an. 

Gleichzeitig räumt Goldman Sachs ein, dass die Aktie anfällig für Stimmungsschwankungen bleibt. Nach einer starken Kursentwicklung im Jahr 2025 und einer damit verbundenen Bewertungsausweitung könnten bereits kleinere Zweifel am KI-Narrativ für erhöhte Volatilität sorgen. Solche Rücksetzer sehen die Analysten allerdings eher als mögliche Einstiegsgelegenheiten, sofern sich die fundamentale Entwicklung weiter stabil zeigt. Entsprechend wird die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 365 Dollar bestätigt. Das heißt, Goldman Sachs billigt unserem Mitfavoriten deutliches Kursaufwärtspotenzial zu.

Für uns bleibt IBM auch angesichts der skizzierten Bestandsaufnahme ein Investment, das exemplarisch zeigt, wie genau Anleger etablierte Technologiewerte im Zuge der KI-Disruption beobachten müssen. Die Argumente zur Robustheit des Mainframe-Geschäfts sind nachvollziehbar, doch die Geschwindigkeit technologischer Umbrüche erlaubt keine Selbstzufriedenheit.

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