Skip to main content
Börsenerfolg ist planbar.
Wir bieten für jede Anlegermentalität die richtige Strategie.
Headerimage

Unsere Informationsdienste.

Linde-Geschäftsmodell dürfte sich auch im Iran-Krieg als widerstandsfähig zeigen

11.03.2026 | Austria Börsenbrief Nr. 10/2026

Nach einem im vierten Quartal 2025 erlittenen Schwächeanfall hat sich Linde in diesem Jahr an der Börse deutlich erholt präsentiert. Anfang März reichte es sogar zu neuen Kursbestmarken an der US-Heimatbörse. 

Was das operative Umfeld bei dem Industriegase-Konzern angeht, bleibt dieses zweigeteilt: Während die industrielle Nachfrage vielerorts nur moderat wächst, stützt die hohe Preissetzungsmacht weiterhin Umsatz und Profitabilität. Für das laufende Geschäftsjahr ist deshalb eher mit einem begrenzten Mengenwachstum zu rechnen. Ein erwartetes Umsatzplus von rund 4 % dürfte folglich in erster Linie aus Preisanpassungen sowie Währungseffekten resultieren.

Auf der Ergebnisseite könnten dagegen Effizienzmaßnahmen stärker durchschlagen. Linde hat seine Restrukturierungsprogramme zum Jahresende 2025 nochmals intensiviert, was im laufenden Jahr zusätzliche Kostenvorteile bringen sollte. Vor diesem Hintergrund stellt das Management für 2026 ein Plus beim bereinigten Gewinn je Aktie von 6 % bis 9 % in Aussicht. 

Dass der Konzern trotz des eher verhaltenen industriellen Umfelds wachsen kann, zeigte bereits das Schlussquartal: Positive Mengen-, Preis- und Währungseffekte führten zu einem Umsatzanstieg um 6 % auf 8,8 Mrd. Dollar. Das bereinigte EBIT erhöhte sich um 4 % auf 2,59 Mrd. Dollar. Die operative Marge lag mit 29,5 % allerdings leicht unter dem Vorjahreswert von 29,9 %. Strategisch bleibt das Geschäftsmodell vergleichsweise widerstandsfähig. 

Ein großer Teil des Industriegasegeschäfts basiert auf langfristigen Lieferverträgen mit integrierten Mechanismen zur Weitergabe von Energiekosten. Dadurch sind die Ergebnisse weniger konjunkturabhängig als in vielen anderen Industriebranchen, auch wenn kurzfristige Schwankungen der industriellen Produktion spürbar bleiben. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich mittel- und langfristig vor allem im Energiesektor, etwa bei Wasserstoffprojekten und anderen Dekarbonisierungsinitiativen. In Kombination mit fortlaufenden Effizienzsteigerungen schafft dies Spielraum für eine Fortsetzung der aktionärsfreundlichen Kapitalpolitik mit steigenden Dividenden und Aktienrückkäufen. Geopolitische Risiken wie der aktuelle Konflikt im Nahen Osten verändern dieses Bild bislang nur begrenzt. Eine mögliche Unsicherheit betrifft aber den Zugang zu Heliumlieferungen aus Qatar, das rund 25 % der weltweiten Versorgung stellt. Die vorhandenen Lagerbestände im system bieten hier jedoch einen gewissen Puffer.

Interesse geweckt?

Sind Sie bereits Abonnent? Dann loggen Sie sich bitte ein.
Wenn Sie noch kein Kunde sind, wählen Sie bitte aus unseren Abo-Angeboten aus:

Bestellung

Sollten Sie über einen gültigen Gutscheincode verfügen, können Sie diesen im nächsten Schritt entwerten.
Der Rabattbetrag wird im Warenkorb automatisch vom Gesamtbetrag abgezogen.

Austria Börsenbrief

34,-

Austria Börsenbrief

380,-